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Raspberry Pi 3: Stärkere CPU und integriertes WLAN-Modul

29.02.2016 | 09:22 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Zum vierten Geburtstag des Raspberry Pi erscheint nun die leistungsstärkste Variante: Der Raspberry Pi 3. Mit schnellerer CPU und WLAN-Chip.

Raspberry Pi Foundation beziehungsweise Raspberry Pi Trading haben den Raspberry Pi 3 vorgestellt. Gegenüber dem Raspberry Pi 2 (und den noch schwächeren Modellen A/A+ und B/B+) unterscheidet er sich durch seine schnellere CPU und den integrierten WLAN-Chip.

Schnellerer Prozessor

Der Raspberry Pi 3 wird von einem BCM2837-System-on-a-Chip von Broadcom angetrieben. Dessen 4-Kern-Prozessor ist ein ARM Cortex-A53, der mit 1,2 GHz getaktet ist und 64 Bit unterstützt – das ist 300 MHz mehr als der 32-Bit-Prozessor ARM Cortex-A7 des Raspberry Pi 2 Model B liefert. Das soll eine um 50 bis 60 Prozent gesteigerte Leistung gegenüber dem 2er und laut den Entwicklern sogar das Zehnfache der Prozessor-Leistung des Raspberry Pi 1 ermöglichen.

WLAN-Chip on board

Außerdem ist im Raspberry Pi 3 ein WLAN-802.11n-Chip verbaut. Das entspricht zwar nicht dem derzeit schnellsten WLAN mit AC-Tempo, doch für die Zwecke des Mini-Computers sollte das in den meisten Fällen reichen. Damit wird eine zusätzliche WLAN-Erweiterung überflüssig. Bluetooth 4.1 ist ebenfalls im Raspberry Pi 3 integriert.

Der Raspberry Pi 3 soll den Machern zufolge abwärtskompatibel sein, bereits vorhandene Projekte für den Raspberry Pi 1 und 2 sollen also auch auf dem 3er laufen.

Der Formfaktor des Raspberry Pi 3 soll großenteils Raspberry Pi 1 Model B+ und Raspberry Pi 2 Model B entsprechen, nur die Position der LEDs wurde verändert, um Platz für die WLAN- und Bluetooth-Antenne zu schaffen. Der Raspberry Pi 3 kann wieder mit einem 5-Volt-Micro-USB-Stromanschluss versorgt werden. Allerdings empfehlen die Entwickler einen Anschluss mit 2,5 Ampere, um eine ausreichende Stromversorgung zu gewährleisten. Insbesondere in solchen Fällen, in denen USB-Geräte mit hohem Stromverbrauch angeschlossen sind.

Die für Raspberry Pi übliche Betriebssystem Raspbian wurde bereits für den neuen 64-Bit-Rechner angepasst.

Zwischenbilanz

Die Raspberry-Macher zogen außerdem eine kleine Bilanz: Sie verkauften seit dem 29. Februar 2012, als sie den Raspberry Pi Model B vorgestellt haben, bis heute über acht Millionen Exemplare des Mini-Rechners, darunter drei Millionen Raspberry Pi 2, die bisher stärkste Version des Mini-PCs. Raspberry Pi beschäftigt mittlerweile über 60 Festangestellte.

Preis und Verfügbarkeit

Der Raspberry Pi 3 ist ab sofort für 35 Dollar erhältlich. Die Euro-Preise liegen bei knapp über 40 Euro. Damit kostet der neue, stärkere Raspberry Pi genauso viel wie der Raspberry Pi 2.

Raspberry Pi 1 Model B+ wird auch weiterhin für 25 Dollar und Raspberry Pi 2 Model B für 35 Dollar im Angebot bleiben. Das Model A+ gibt es ebenfalls weiterhin für 20 Dollar, es soll aber im Laufe des Jahres 2016 durch einen Raspberry Pi 3 Model A ersetzt werden. Das 5-Dollar-Modell Raspberry Pi Zero gibt es ebenfalls weiterhin.

Spannende Projekte rund um den Raspberry Pi

In der aktuellen PC-WELT 3/2016 stellen wir Ihnen spannende Raspberry-Pi-Projekte vor. Und auf pcwelt.de finden Sie fortlaufend neue Experimente und Bastelempfehlungen für den cleveren Mini-Rechner.

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