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Realities:United

14.07.2009 | 11:36 Uhr | Nikolaus Netzer

Realities:United

Das Berliner Studio für Kunst und Architektur, Realities:United , beschäftigt sich mit illuminierten medialen Fassaden von Gebäuden. Dabei machen komplexe Anordnungen von Leuchtelementen animierte Strukturen sichtbar. Jan Edlers Herangehensweise stellt den Mensch, nicht das Haus, in den Vordergrund. So integrieren Realities:United die Lichtinstallationen in die Form des Gebäudes. Eine Installation am Potsdamer Platz etwa wirft die Frage auf: "Was ist ein Pixel in der Architektur". Dabei experimentieren die Lichtdesigner mit Variationen von Auflösungen. Besonders der Mensch bedingt unterschiedliche Auflösungen, da die Betrachtungsabstände variieren. Die Leuchtelemente werden über spezielle Software ausschließlich von Macs gesteuert.

Markus Hanzer

Markus Hanzer gehört regelmäßig zu den interessantesten Typo-Referenten. Für den neuen Stock-Fotodienst von Fontshop schuf er die Marke Zoom und veröffentlichte das Buch "Krieg der Zeichen" . Er referiert über Umgang und Wirkung von Bildern. Dabei postuliert er, dass wir Bildern gerne die Schuld an den Ereignissen geben, die sie abbilden. Das Gegensatzpaar lautet: real = gut, virtuell = schlecht. Oft werden nur die Bilder von Dingen als Realität wahrgenommen. So fragt Hanzer: "Führen Bilder ein Eigenleben?" Existieren abgebildete Räume auf Grund unserer Wahrnehmung? Raumerfahrung entsteht durch Bewegung innerhalb von Räumen.

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