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Reduzierte Mehrwertsteuer: Apple will zurückerstatten

03.09.2020 | 09:54 Uhr | Thomas Hartmann

Zuerst hat Apple die Nettopreise angehoben, um die bisherigen Abbuchungen unverändert zu lassen. Jetzt will der Konzern Rückerstattungen auszahlen.

Man kann das leicht an den eigenen Rechnungen von Apple erkennen, zum Beispiel für den iCloud-Speicherplan. Wir haben einen für 200 GB, kostet monatlich 2,99 Euro. Netto war das bisher 2,51 Euro, zzgl. 19 Prozent Mehrwertsteuer (0,48 Euro). In den aktuellen Monatsrechnungen hat sich der Gesamtbetrag von 2,99 Euro nicht geändert, dafür aber die sogenannte Zwischensumme auf 2,58 Euro erhöht, inklusive Mehrwertsteuer von jetzt 16 Prozent (0,41 Euro) kommt man auf die Endsumme von 2,99 Euro – also scheinbar wie gehabt. Aber auch nicht schön, denn die Mehrwertsteuerreduktion sollte ja nach Möglichkeit die Konsumenten entlasten. Oder kleineren Geschäften etwas Spielraum geben – das wertvollste Unternehmen der Welt gehört sicherlich nicht zu dieser Zielgruppe. An anderer Stelle, nämlich bei den Hardware-Preisen online wie vor Ort dagegen wurden die Summen nach unten angepasst.

Wie iPhone-Ticker.de bemerkt hat, will Apple nunmehr mit Rückerstattungen beginnen, diese beziehen sich laut einer Entwickler-Mitteilung aber nur auf deutsche App-Store-Kunden für laufende App-Abos : Einnahmen würden unter anderem auch in Deutschland angepasst und auf der Grundlage des steuerfreien Preises berechnet. Die Preise im App Store werden sich jedoch nicht ändern.

Kunden in Deutschland (ab Juli 2020) mit automatisch verlängerbaren Abonnements will Apple automatisch monatliche Rückerstattungen gewähren, um die Steuerermäßigung zu berücksichtigen. Diese Rückerstattungen wirken sich nicht auf die Einnahmen der Entwickler aus, heißt es ebenfalls, sodass Apple selbst diese Kosten tragen wird. Wann es mit diesen indirekten Rückerstattungen losgeht, steht dort allerdings nicht.

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