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Richtiges Anlegen von Briefumschlag und Postkarte

01.03.2007 | 12:51 Uhr |

Richtiges Anlegen von Briefumschlag und Postkarte

Geschäftliche Briefumschläge haben normalerweise das Format eines DIN-Lang-Umschlages, 188 x 218 Millimeter mit oder ohne Adressfenster. Hier sind vier Zonen zu beachten: Absenderangabe, Portobereich, Adresse und eine leer zu lassende Kodierzone. Die Adresse sollte in einer Schriftgröße von 9 bis 16 Punkt erfolgen, nicht in kursiv, Schreibschrift oder Fraktur. Zulässig ist dies natürlich schon – aber möglicherweise auf Kosten der Maschinenlesbarkeit, was eine längere Versanddauer bedeuten kann.

Wenn Sie die Idee haben, eine Postkarte in 4c zu gestalten – beidseitig bedruckt –, dann lassen Sie diesen Plan gleich wieder fallen. Gerade wenn die Postkarte als Werbeantwort für eine Direktmailing-Aktion konzipiert ist, sind penible Vorgaben zu beachten. Informieren Sie sich vorher bei der Deutschen Post über automatisationsfähige Briefsendungen und welche Postkarten maschinenlesbar sind. Es gibt – ähnlich dem Briefumschlag – drei vorgegebene Bereiche auf einer Postkarte, für Absender, Empfänger und Porto. Und einen Bereich, der nicht bedruckt sein darf. Sogar die Gestaltung der Linie in der Mitte der Postkarte ist vorgegeben. Sollten Sie die Postkarte nicht anhand der Vorgaben gestalten, haben Sie ein Problem: Entweder Sie – oder der Absender, der die Postkarte zurückschickt – zahlt einen Aufpreis auf das normale Postkartenporto. Denn eine maschinenlesbare Werbeanwort ist die Postkarte dann nicht mehr. Und bei einer Mailingaktion mit beigefügter Rückanwortkarte können dann schnell hohe Kosten anfallen. Aber freuen Sie sich: Wollen Sie eine Postkarte nur für persönliche Zwecke verwenden, können sie nach Herzenslust kreativ sein. Die Vorgaben der Deutschen Post müssen Sie dann nicht interessieren. Und eine geringfügig längere Versendezeit ist auch leichter zu verschmerzen.

Visitenkarte

Last but not least gibt es auch für die Gestaltung von Visitenkarten Normmaße. Eine Visitenkarte sollte Scheckkartenformat haben: 85 x 55 Millimeter. Andere Formate passen eventuell nicht in die Visitenkartenfächer von Geldbörse und Brieftasche oder in die Visitenkartensammelordner. Die Geschäftswelt orientiert sich an diesem Maß. Bei privaten Karten oder einer speziellen Gestaltung spricht aber nichts gegen andere Maße.

Fazit

DIN-Normen und entsprechende Maße für Geschäftspapiere widersprechen der Kreativität des Designers. Sie sind konservativ. Da sich die Berufswelt jedoch auf Standards geeinigt hat, die einen Nutzen für die Kommunikation bringen, kann kein Gestalter die Augen davor verschließen, wenn er nicht Ärger mit der Post und seinen Kunden riskieren will.

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