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Belgische Verbraucherschützer klagen gegen Apple

10.02.2016 | 09:52 Uhr |

Auf ein iPhone mit 16 GB Nennkapazität passen keine 16 GB an Daten, das ist bekannt. Apple sollte das aber deutlicher kennzeichnen, meint eine belgische Organisation und reicht Klage ein.

Eine Verbraucherschutzorganisation in Belgien hat Apple wegen irreführender Angaben zum freien Speicher auf iPhones verklagt. Denn laut Klageschrift seien auf einem nominell 16 GB fassenden iPhone nur 10 GB Platz für Nutzerdaten, der Rest werde vom System und Apples vorinstallierten Apps belegt. Unterschiedliche Berechnungen der Größe "Giga" kommen erschwerend hinzu.

Die Klage dürfte aber auf wackligen Beinen stehen, vor einem Jahr hatte Apple in den USA eine ähnliche Klage ereilt und einen Antrag auf Zurückweisung gestellt . Die Organisation Test-Aankoop räumt auch ein, dass andere Smartphonehersteller in gleicher Weise handelten, bei Apple sei jedoch die ausgewiesene Speicherkapazität ein wesentliches Kriterium für die Kaufentscheidung und müsse daher korrekt angegeben werden. Und zwar schon auf der Verpackung, Apple erklärt auf einer Website genau , was mit den Angaben für den Speicher gemeint ist. Darin erklärt Apple auch den Unterschied zwischen Binär- und Dezimalsystem. 1 GB sind zum Beispiel auf iPhone und iPad 1024 (2 10 ) Megabyte und somit 1.073.741.824 (2 30 ) Byte. So erklärt sich der Unterschied, wenn "ein Speichergerät mit einer Kapazität von 32 GB in einem Betriebssystem mit einer Kapazität von etwa 28 GB angezeigt wird, obwohl das Speichergerät wie angegeben über 32 Milliarden Byte (und nicht über 28 Milliarden Byte) verfügt", wie es im Support-Dokument heißt.

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