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Sensor am Hals will Covid-19-Symptome früh erkennen

05.05.2020 | 08:39 Uhr | Peter Müller

Statt Abstrich selbstlernende Algorithmen: Ein neuartiger Sensor will den Ausbruch der Krankheit rechtzeitig detektieren.

Infektionen mit dem Sars-CoV-2 können auch asymptotisch verlaufen, wie groß dieser Anteil ist, darüber streiten sich Gelehrte. Neben Fieber ist aber trockener Husten ein Anzeichen für den Ausbruch der Krankheit Covid-19. Und genau hier will der von Northwestern University in Chicago und dem  Shirley Ryan AbilityLab entwickelte Sensor ansetzen . Dieser sieht auf dem ersten Blick wie ein Heftpflaster aus und soll an der Stelle unterhalb des Kehlkopfes kleben, wo der Hals auf die Brust trifft, also dort, wo Ärzte im Notfall einen Luftröhrenschnitt ansetzen. Ursprünglich sollte der Detektor genesenden Schlaganfallpatienten und deren Schluck- wie Sprachbewegungen überwachen. Nun ist der Sensor dafür kalibriert, atypische Atmung und Husten zu erkennen, die mit einer Covid-Erkrankung assoziiert sind. Dabei misst das Gerät auch den Puls und die Hauttemperatur. Nimmt man den Sensor ab und lädt ihn in einer Schale auf, synchronisiert er sich mit einem iPad. Die Daten landen zur Analyse auf einem Server, auf dem selbstlernende Algorithmen nach Mustern suchen, die auf eine beginnende Erkrankung hindeuten. Vor allem Personal des Gesundheitswesens soll den Sensor einsetzen, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

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