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Sexismus und Rassismus: Schwere Vorwürfe gegen Apple

27.08.2021 | 11:00 Uhr | Thomas Hartmann

Die Vorwürfe wiegen schwer: Rassismus, Sexismus, Ungleichheit und andere Vergehen werfen eine Softwareingenieurin und ihre Kolleginnen Apple unter dem Schlagwort ”#AppleToo” vor.

Cher Scarlett ist Softwareingenieurin bei Apple, 35 Jahre alt und verdient beim Konzern in Cupertino 180.000 US-Dollar jährlich. Von ihr berichtet das Spiegel-Magazin (der Artikel ist nur für Abonnenten direkt zugänglich). Als ehemalige Schulabbrecherin und Stripperin, die auch in der Pornobranche tätig war und einen Suizidversuch mit 19 Jahren unternahm, hat sie ein bewegtes Leben hinter sich. Mit 14 Jahren brachte sie sich selbst das Programmieren bei, schreibt der ”Spiegel”, außerdem litt sie unter einer bipolaren Störung. Doch dann schaffte sie es zu dem gutbezahlten Job bei Apple. Dort kämpfte sie auch gegen die ihrer Meinung nach unerträglichen Zustände beim Mac- und iPhone-Hersteller, die sie mit anderen Aktivistinnen zusammen unter dem Hashtag ”AppleToo” – in Anlehnung an das ”#MeToo” aus der Filmbranche – publik macht. Dies werde gesehen als eine Kampagne gegen ”Rassismus, Sexismus, Ungleichheit, Diskriminierung, Einschüchterung, Unterdrückung, Zwang, Missbrauch, unfaire Strafen und offene Privilegierung” im Konzern. Interne Versuche, etwas zu ändern, sollen nichts bewirkt haben. Auf der Website Appletoo.us lassen sich weitere Details nachlesen, und es besteht die Möglichkeit, sich der Kampagne auf Twitter anzuschließen .  Der dazu passende Twitter-Account von Cher Scarlett findet sich hier . Demnach arbeitet sie bei Apple im Bereich Security, war vorher bei Blizzard Entertainment, USA Today sowie Starbucks tätig.

Auch The Verge berichtet darüber . Demnach sind 15 aktive und frühere Apple-Mitarbeiterinnen direkt in die Aktion involviert.

Naturgemäß sind solche Vorwürfe, mit denen sich auch andere Silicon Valley-Konzerne wie Amazon oder Google konfrontiert sehen, von außen schwer nachzuprüfen. Schlecht fürs Image der Unternehmen ist das auf jeden Fall. Ob und wie die Vorwürfe geklärt werden können, bleibt abzuwarten.

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