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Sicher surfen mit Safari – auf Mac, iPad und iPhone

17.05.2020 | 08:10 Uhr | Thomas Armbrüster

Safari hilft sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone und iPad dabei, gefährliche Stellen im Web möglichst unbeschadet zu umgehen.

Wer Safari verwendet, hat den Vorteil, dass Apple schon einige Sicherheitsfunktionen in Webkit eingebaut hat, der offenen Browser-Engine, die Apples Browser nutzt. Darüber hinaus schützen noch weitere Funktionen in Safari davor, bei der Suche und dem Surfen im Netz zu viele Daten preisgeben zu müssen oder sich Schadprogramme einzufangen. Nicht zuletzt kann man es Safari auch überlassen, starke Passwörter für die Accounts zu erstellen und zu verwalten.

Die Suche einrichten

Standardmäßig stehen in Safari mit Google , Microsoft Bing , dem zu Verizon gehörenden Yahoo , DuckDuckGo und russischem Yandex fünf Suchmaschinen zur Auswahl, von denen man auf dem Mac in den Vorgaben des Programms unter „Suchen“ eine als Standard einstellt. Unter iOS tippt man in den Safari-Einstellungen auf „Suchmaschine“ und wählt dort eine aus. Die Werkseinstellung von Apple ist Google, weil Google dafür eine nicht unbeträchtliche Summe an Apple überweist . Alle in das Adress- und Suchfeld von Safari eingetippten Begriffe werden an die ausgewählte Suchmaschine gesendet. Bing, Google, Yandex und Yahoo speichern dabei auch IP-Adressen und Suchverlauf, um unter anderem personalisierte Werbung anzuzeigen, und legen dazu Cookies in Safari ab. DuckDuckGo punktet mit einer größeren Privatsphäre, da der Anbieter laut eigener Aussage diese benutzerspezifischen Angaben nicht speichert. Es werden auch keinerlei Cookies von DuckDuckGo in Safari abgelegt. Darum gibt es auch keine personalisierte Werbung, sondern nur Werbung, die für alle Nutzer gleich ist.

Mit Ausnahme von DuckDuckGo legen die drei anderen in Safari verfügbaren Suchmaschinen Cookies auf dem Mac ab.
Vergrößern Mit Ausnahme von DuckDuckGo legen die drei anderen in Safari verfügbaren Suchmaschinen Cookies auf dem Mac ab.

Safari blendet schon bei Eintippen eines Suchbegriffs Vorschläge der jeweiligen Suchmaschine ein, aus denen man auswählen kann. Möchte man solche Vorschläge nicht bekommen, deaktiviert man auf dem Mac in den Einstellungen unter „Suchen“ den Punkt „Suchmaschinenvorschläge einbeziehen“. Unter iOS und iPadOS deaktiviert man den Schieberegler „Suchmaschinenvorschläge“, ebenfalls in den Einstellungen von Safari. Außerdem blendet Safari unabhängig von der gewählten Suchmaschine Vorschläge von Siri bei der Suche über das Adress- und Suchfeld an. Dabei werden die Suchdaten an Apple gesendet. Die Suchvorschläge von Siri stehen jeweils an erster Stelle im sich einblendenden Menü. Möchte man keine Vorschläge von Siri in Safari, deaktiviert man auf dem Mac die Option „Safari-Vorschläge einbeziehen“ in den Einstellungen unter „Suche“. Unter iOS deaktiviert man „Safari-Vorschläge“ in den Einstellungen der App.

Sofern man es nicht deaktiviert, bekommt man beim Suchen Vorschläge von Siri und der jeweiligen Suchmaschine.
Vergrößern Sofern man es nicht deaktiviert, bekommt man beim Suchen Vorschläge von Siri und der jeweiligen Suchmaschine.

Zusätzliche Suchmaschinen

Möchte man auf dem Mac eine andere Suchmaschine als Standard verwenden, macht es Safari dem Benutzer schwer, da das Programm sehr restriktiv mit Erweiterungen umgeht und andere Suchmaschinen nur in seltenen Fällen eine zu Safari kompatible Erweiterung anbieten. Diese installiert man in Safari 13 in den Einstellungen über die Abteilung „Erweiterungen“, indem man auf „Weitere Erweiterungen“ klickt. Damit gelangt man in die Abteilung „Safari Erweiterungen“ im App Store. Momentan ist dort nur Ecosia als Suchanbieter zu finden. Ecosia ist aber keine Suchmaschine mit eigenem Webindex, sondern greift auf Bing von Microsoft zurück. Laut Angaben des Anbieters wird dabei an Bing eine teilweise unkenntlich gemachte IP-Adresse gesendet, und auch nur diese bei Ecosia gespeichert. Der Suchdienst legt aber wie Bing Cookies in Safari ab. Ist Ecosia in der Abteilung „Erweiterungen“ aktiviert, werden die in das Such- und Adressfeld eingetippten Suchbegriffe an Ecosia gesendet und nicht mehr an die unter „Suchen“ eingestellte Suchmaschine.

Bei den Safari-Erweiterungen ist momentan nur Ecosia als weiterer Suchanbieter zu finden.
Vergrößern Bei den Safari-Erweiterungen ist momentan nur Ecosia als weiterer Suchanbieter zu finden.

Bei anderen Suchmaschinen kann man momentan nur deren Webseite in den Vorgaben von Safari unter „Allgemein“ als Homepage angeben und festlegen, dass diese in einem neuen Fenster und in einem neuen Tab geöffnet wird. Das gilt beispielsweise für den aus den Niederlanden stammenden Anbieter Startpage , der zwar Google bei der Suche verwendet, aber zuvor die Informationen über den Nutzer anonymisiert und nur diese weiterreicht. Zudem werden nach Angaben von Startpage keine Nutzerdaten gespeichert. Auch die aus Frankreich stammende Suchmaschine Qwant lässt sich in Safari nur als Startseite einrichten.

Andere Suchseiten wie Startpage und Qwant kann man auf dem Mac nur als Startseite einrichten.
Vergrößern Andere Suchseiten wie Startpage und Qwant kann man auf dem Mac nur als Startseite einrichten.

Qwant verwendet einen eigenen Webindex, unterliegt den europäischen Datenschutzrichtlinien und speichert laut eigenen Angaben keine personenbezogenen Daten. Qwant legt aber, im Gegensatz zu Startpage, bei der Suche über die Webseite Cookies in Safari ab. Unter iOS lässt sich in Safari keine Webseite als Startseite festlegen. Die einzige Möglichkeit besteht darin, die Webseite einer Suchmaschine zu öffnen und dann als Shortcut auf den Home-Bildschirm zu legen. Dazu tippt man auf den Teilen-Button und wählt „Zum Home-Bildschirm“ aus.

Auf dem iPhone kann man die Seite von Startpage nur als Symbol auf den Home-Bildschirm legen.
Vergrößern Auf dem iPhone kann man die Seite von Startpage nur als Symbol auf den Home-Bildschirm legen.

Mehr Optionen mit Bang

DuckDuckGo hat neben seiner normalen Aufgabe als Suchmaschine noch eine überaus nützliche Funktion zu bieten: Bangs . Das sind Kürzel, die man in das Adress- und Suchfeld eintippt, wenn DuckDuckGo als Standardsuchmaschine in den Vorgaben von Safari eingestellt ist, um dann auf einer anderen Webseite oder mit einer anderen Suchmaschine zu suchen, ohne irgendwelche Erweiterungen oder Add-ons zu installieren. Jeder Bang besteht aus einem Ausrufezeichen und einem oder mehreren Buchstaben. Nach dem Kürzel kommt dann noch ein Leerzeichen und anschließend der Suchbegriff. Will man beispielsweise mit Startpage nach „Macbook“ suchen, so tippt man „!sp macbook“ in das Suchfeld ein, bei Qwant nimmt man „!qw macbook“.

DuckDuckGo ermöglicht mit den Bangs die direkte Suche auf über 13.000 Webseiten, inklusive anderer Suchmaschinen.
Vergrößern DuckDuckGo ermöglicht mit den Bangs die direkte Suche auf über 13.000 Webseiten, inklusive anderer Suchmaschinen.

Bangs beschränken sich aber nicht auf andere Suchmaschinen, sondern es gibt inzwischen mehr als 13.500 Bangs für die verschiedensten Webseiten. So lässt sich beispielsweise mit „!wde“ in der deutschsprachigen Wikipedia suchen, mit „!osm“ auf Open Streetmap oder mit „!macwelt“ auf der Seite der Macwelt. Eine Suche auf Amazon Deutschland startet man mit „!ade“, die Seite der Süddeutschen Zeitung durchforstet man mit „!sz“ und mit „!tw“ startet man eine Suche auf Twitter. Eine umfassende Übersicht über alle Bangs findet man, wenn man „!bang“ als Suchbegriff verwendet. Auf dieser Seite sind die Bangs nach verschiedenen Kategorien gegliedert, außerdem lassen sie sich durchsuchen. Sobald man einen Bang für die Suche verwendet, verlässt man aber DuckDuckGo und sucht dann mit den Privatsphäreeinstellungen der jeweiligen Seite. Die Bangs funktionieren auch in Safari auf dem iPhone und dem iPad, wenn dort DuckDuckGo als Standardsuchmaschine eingestellt ist. Etwas ausführlicher haben wir Bangs für Duckduckgo und Quicks für Quant hier beschrieben .

Bangs

!ade

Amazon Deutschland

!tagesschau

ARD Tagesschau

!zeit

Die Zeit

!ebde

eBay Deutschland

!faz

Frankfurter Allgemeine

!g

Google

!gm

Google Maps

!macwelt

Macwelt

!osm

Open Street Map

!qw

Qwant

!sp

Startpage

!sz

Süddeutsche Zeitung

!tw

Twitter

!wde

Wikipedia deutsch

!w

Wikipedia englisch

!heute

ZDF Heute

Cookies zähmen

An sich sind Cookies keine schlechte Erfindung: In den kleinen Textdateien speichern die vom Anwender besuchte Webseiten die Einstellungen, die dieser auf der Seite vorgenommen hat. So merkt sich ein Forum beispielsweise, welche Diskussionsbeiträge man zuletzt gelesen hat, sodass man beim nächsten Besuch mit den neuen Beiträgen fortfahren kann. Und Webshops verwenden Cookies zur Verwaltung des Einkaufkorbs, ohne Cookies ist der Einkauf nicht möglich.

Andererseits können Cookies aber auch dazu dienen, die Spur des Anwenders im Internet zu verfolgen. Dazu werden durch die Werbung auf einer Webseite automatisch Cookies im Browser gespeichert, ohne dass der Anwender die Werbung angeklickt haben muss, sogenannten Third Party Cookies. Sie dienen unter anderem dazu, auf weiteren vom Anwender besuchten Webseiten diese Werbung wieder anzuzeigen. Um diese Websites übergreifende Verfolgung (Cross Site Tracking) zu unterbinden, hat Apple 2017 die Intelligent Tracking Prevention (ITP) für Webkit und damit für Safari eingeführt und seitdem kontinuierlich fortentwickelt. Anfänglich gab es ein für Anwender nur schwer nachzuvollziehendes Regelwerk, um solche Third Party Cookies nach einer bestimmten Zeit zu deaktivieren und zu löschen. Seit Safari 13.1 für macOS und Safari 13.4 für iOS und iPadOS werden alle Third Party Cookies generell blockiert und nicht mehr gespeichert.

Wie auf dem Mac muss die Option aktiviert sein, damit das Cross-Sitetracking unterbunden wird.
Vergrößern Wie auf dem Mac muss die Option aktiviert sein, damit das Cross-Sitetracking unterbunden wird.

Nur Cookies, die von Webseiten stammen, die der Anwender selbst aufgerufen hat, speichert Safari. Dies aber auch nicht unbegrenzt, denn wenn man eine Seite nicht mehr aufsucht, werden die Cookies der Webseite nach sieben Tagen gelöscht. Das gilt auch für alle anderen Speicherplätze in macOS, die sich von Webseiten per Script mit Daten beschreiben lassen, wie LocalStorage, Indexed DB, Media Keys, SessionStorage und Service Worker Registrations. Auch diese Daten werden nach sieben Tagen gelöscht, sofern der Anwender nicht inzwischen mit der betreffenden Webseite interagiert hat.

Damit das Cross Site Tracking unterbunden wird, muss in den Einstellungen von Safari unter „Datenschutz“ der Punkt „Websiteübergreifendes Tracking verhindern“ markiert sein. Unter iOS und iPadOS aktiviert man den Punkt „Cross-Sitetracking verhindern“ ebenfalls in den Einstellungen von Safari. Man kann jeweils auch noch „Alle Cookies blockieren“ ankreuzen beziehungsweise per Schieberegler aktivieren. Dann werden keinerlei Cookies gespeichert. Was aber dazu führt, dass einige Webseiten nicht mehr funktionieren, wie zum Beispiel die Seiten von Spiegel und Zeit. Einkaufen kann man im Web mit dieser Einstellung ebenfalls nicht, da Webshops nicht ohne Cookies funktionieren. Aktiviert man diese Option, werden zudem alle anderen zuvor gespeicherten Cookies und Websitedaten gelöscht.

Blockiert man sämtliche Cookies, funktionieren manche Webseiten sowie alle Online-Stores nicht mehr.
Vergrößern Blockiert man sämtliche Cookies, funktionieren manche Webseiten sowie alle Online-Stores nicht mehr.

Eine weitere Maßnahme von Safari gegen das Tracking besteht laut Apple darin, dass nur generalisierte Informationen über das Gerät übermittelt werden. Dadurch wird das sogenannte Fingerprinting verhindert, das darauf beruht, die genauen Geräteinformationen wie Systemversion, Zeitzone, Spracheinstellung und Bildschirmauflösung zu erfassen und dadurch das jeweilige Gerät eindeutig zu identifizieren. Das ermöglicht es der Werbeindustrie, den Anwender gezielt mit Werbung zu verfolgen. Durch generalisierte Systeminformationen sind diese bei mehreren Geräten gleich und machen es nicht mehr möglich, einen ganz speziellen Mac oder ein bestimmtes iPhone zu identifizieren. Aktivieren muss man die von Apple als „Fingerprinting defense“ bezeichnete Funktion nicht, sie wird standardmäßig angewendet. Etwas ausführlicher zu Cookies und Tracking-Verhinderung haben wir hier geschrieben.

Websitedaten verwalten

Es gibt die Möglichkeit, sich die von Safari gespeicherten Websitedaten anzeigen zu lassen, wozu man auf dem Mac in den Einstellungen von Safari unter „Datenschutz“ auf „Websitedaten verwalten“ klickt. Dann lassen sich in der Liste einzelne Einträge markieren und löschen oder mit einem Klick auf „Alle entfernen“ sämtliche Daten tilgen.

Die gespeicherten Websitedaten kann man sich anzeigen lassen und einzeln oder insgesamt löschen.
Vergrößern Die gespeicherten Websitedaten kann man sich anzeigen lassen und einzeln oder insgesamt löschen.

Unter iOS und iPad OS findet man diese Liste in den Safarieinstellungen unter „Erweitert > Website-Daten“ und kann Einträge nach einem Klick auf „Bearbeiten“ einzeln löschen. Eine weitere Option, um Cookies und Websitedaten zu entfernen, ist das Löschen des Verlaufs. Auf dem Mac findet man den Befehl „Verlauf löschen“ im Menü „Safari“ und kann dort auch festlegen, ob der gesamte Verlauf oder nur der Verlauf eines bestimmten Zeitraums gelöscht werden soll. Unter iOS und iPadOS nimmt man den Befehl „Verlauf und Websitedaten löschen“ in den Safarieinstellungen. Ein Zeitraum lässt sich hier nicht vorgeben.

Löscht man den Safari-Verlauf auf dem iPhone, werden auch die gespeicherten Websitedaten entfernt.
Vergrößern Löscht man den Safari-Verlauf auf dem iPhone, werden auch die gespeicherten Websitedaten entfernt.

Auf dem Mac ist in Liste der Websitedaten gekennzeichnet, um welche Art von Daten es sich handelt. Dabei gibt es besonders viele Einträge, die mit „Cache“ bezeichnet sind. Unter iOS werden diese Angaben nicht gemacht. Im Cache gespeicherte Daten sind Elemente der jeweiligen Webseite, die Safari ablegt, um sie beim erneuten Aufrufen der Seite nicht erneut aus dem Web laden zu müssen.

Im Entwicklermenü von Safari auf dem Mac gibt es den Befehl, alle im Cache gespeicherten Daten zu löschen.
Vergrößern Im Entwicklermenü von Safari auf dem Mac gibt es den Befehl, alle im Cache gespeicherten Daten zu löschen.

Auf dem Mac lassen sich diese separat entfernen, wozu man das Entwicklermenü einblenden muss. Die Option hierfür findet man in den Einstellungen unter „Erweitert“. Im Entwicklermenü ruft man zum Löschen des Cache den Punkt „Cache-Speicher leeren“ auf oder nimmt das Tastenkürzel Option (⌥)-Command (⌘)-E.

Ist der Private Modus aktiviert, speichert Safari keine Daten.
Vergrößern Ist der Private Modus aktiviert, speichert Safari keine Daten.
© Macwelt

Privater Modus

Safari bietet wie auch andere Browser einen Modus an, bei dem während des Surfens keinerlei Daten auf dem Mac, iPhone oder iPad gespeichert werden, also weder Cookies noch der Verlauf, eingetippte Suchanfragen  oder Cache. Dieser Privatmodus bietet sich vor allem dann an, wenn man auf einem öffentlich zugänglichen Rechner surft oder vorübergehend den Mac einer anderen Person verwendet. Dazu ruft man in Safari auf dem Mac „Neues privates Fenster“ im Menü „Ablage“ auf. Der private Modus ist dann in diesem Fenster aktiviert, nicht jedoch in anderen, eventuell ebenfalls geöffneten Fenstern. Um den privaten Modus zu beenden, schließt man das Fenster. Unter iOS aktiviert man den privaten Modus, indem man auf der Startseite rechts unten auf das Symbol „Neue Seite“ tippt, dann auf „Privat“ und abschließend auf „Fertig“. Um den privaten Modus zu beenden, tippt man „Privat“ und „Fertig“ erneut an.

Schutz gegen Schadsoftware

In macOS, iPadOS und iOS sind etliche Sicherheitsmechanismen eingebaut, die verhindern sollen, dass Schadsoftware auf das System zugreifen kann. So sind iOS und iPadOS geschlossene Systeme, sodass sich nur Apps aus Apples App Store installieren lassen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass nur geprüfte Software installiert werden kann. Das macOS ist freizügiger, und man kann Programme nicht nur aus dem App Store, sondern auch aus anderen Quellen mit Safari oder einem anderen Browser auf den Mac laden. Aber auch für die so geladene Software gibt es Schutzmechanismen. So überprüft Gatekeeper beim Start einer neu aus dem Netz geladenen Anwendung, ob diese aus dem App Store oder von einem von Apple zertifizierten Entwickler stammt. Ansonsten wird der Start des Programms unterbunden. Über einen kleinen Umweg lässt sich eine solche Anwendung zwar trotzdem starten, aber dazu muss man zuerst das Kontextmenü aufrufen, dort „Öffnen“ auswählen und dem Programmstart dann ausdrücklich zustimmen. Über Gatekeeper kann Apple auch ein einem Entwickler zugeteiltes Zertifikat widerrufen und damit ein Programm stilllegen, falls es sich im Nachhinein als problematisch erweisen sollte. Zudem verwendet macOS eine Liste mit Signaturen von Schadsoftware, xProtect genannt. Anhand dieser Liste werden Programme und einige andere Dateien auf Schadsoftware überprüft. Und das Malware Removal Tool (MRT) kann diese Schadsoftware dann in vielen Fällen beseitigen. Damit diese Schutzmechanismen immer aktuell sind, müssen in der Systemeinstellung „Softwareupdate > Weitere Optionen“ die Optionen „Nach Updates suchen“ und „Systemdateien und Sicherheitsupdates installieren“ aktiviert sein.

Damit die in macOS integrierten Sicherheitsmechanismen immer aktuell sind, muss dies in der Systemeinstellung „Softwareupdate“ aktiviert sein.
Vergrößern Damit die in macOS integrierten Sicherheitsmechanismen immer aktuell sind, muss dies in der Systemeinstellung „Softwareupdate“ aktiviert sein.

Sicherheitseinstellungen in Safari

Safari verfügt ebenfalls über einige Sicherheitsmechanismen. So kontrolliert der Browser sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone und dem iPad anhand einer von Google aktuell gehaltene Liste von betrügerischen Websites, ob eine aufgerufene Webseite Schadsoftware enthält. Falls dies zutrifft, blendet sich ein Warnhinweis ein und die Seite wird nicht geladen. Auf dem Mac aktiviert man für diese Funktion in den Einstellungen von Safari unter „Sicherheit“ den Punkt „Bei betrügerischen Inhalten warnen“. Unter iOS findet man die Option „Betrugswarnung“ in den Safari-Vorgaben.

Soll Safari bei bekannten betrügerischen Webseiten warnen, muss dies in den Vorgaben aktiviert sein.
Vergrößern Soll Safari bei bekannten betrügerischen Webseiten warnen, muss dies in den Vorgaben aktiviert sein.

Zudem läuft Safari auf dem Mac in einer Sandbox und öffnet auch jede Website jeweils in einer eigenen Sandbox. Das verhindert weitgehend, dass Webseiten mit Schadsoftware auf Daten außerhalb der Sandbox zugreifen können. Im Programm Aktivitätsanzeige sieht man in der Spalte „Sandbox“, welche Programme und Prozesse eine Sandbox verwenden. Auf dem iPhone und dem iPad laufen sämtliche Programme immer in einer eigenen Sandbox.

Safari öffnet jede Webseite in einer eigenen Sandbox, und auch das Programm selbst läuft in einer eigenen Sandbox.
Vergrößern Safari öffnet jede Webseite in einer eigenen Sandbox, und auch das Programm selbst läuft in einer eigenen Sandbox.

Eine weitere Sicherheitsvorkehrung in Safari für den Mac ist die Kontrolle darüber, von welchen Websites sich Dateien und Programme herunterladen lassen. Beim ersten Besuch auf einer Webseite und dem Klick auf den Download-Button fragt Safari nach, ob von dieser Website Daten heruntergeladen werden dürfen. Die hier getroffene Entscheidung speichert Safari. In den Vorgaben sieht man sie unter „Websites > Downloads“ und kann die Einstellung hier ändern.

Beim ersten Download von einer Website fragt Safari jeweils um Erlaubnis und speichert dann die getroffene Einstellung.
Vergrößern Beim ersten Download von einer Website fragt Safari jeweils um Erlaubnis und speichert dann die getroffene Einstellung.

Unter „Websites“ lassen sich für jede Website noch weitere Einstellungen treffen. Darunter der Zugriff auf die Kamera, das Mikrofon und die Ortsinformationen sowie die automatische Wiedergabe von Medien auf einer Webseite. Die momentan aktive Webseite wird oben im Fenster angezeigt. Man markiert sie und nimmt dann die gewünschten Einstellungen vor. Diese werden gespeichert. Unten im Fenster lässt sich außerdem einstellen, wie generell bei jeder neu aufgerufenen Webseite verfahren werden soll. Darüber hinaus erscheint beim ersten Besuch auf einer Webseite, die Push-Nachrichten versenden oder auf die Ortsinformationen zugreifen möchte, ein Hinweis.

Möchte eine Website Push-Nachrichten an die Mitteilungszentrale senden, muss man dem ausdrücklich zustimmen.
Vergrößern Möchte eine Website Push-Nachrichten an die Mitteilungszentrale senden, muss man dem ausdrücklich zustimmen.

Stimmt man dem zu öffnet sich ein Dialogfenster von Safari, in dem man festlegt, ob man Mitteilungen empfangen möchte oder nicht oder ob die Ortsinformationen verwendet werden dürfen. Erlaubt man es, hält Safari dies fest, die betreffende Website erscheint dann unter „Websites > Mitteilungen“ beziehungsweise „Websites > Ort“. Hier kann man die Einstellung auch wieder ändern.

Auch der Weitergabe der Ortsinformationen muss man in Safari ausdrücklich zustimmen und kann dies auch auf einen Tag begrenzen.
Vergrößern Auch der Weitergabe der Ortsinformationen muss man in Safari ausdrücklich zustimmen und kann dies auch auf einen Tag begrenzen.

Passwörter erstellen

Safari kann es übernehmen, für jeden Web-Account ein starkes Passwort zu erstellen und dieses zu speichern. Dann muss man sich die Passwörter nicht selbst ausdenken und braucht sie sich auch nicht zu merken. Darüber hinaus lassen sich diese Passwörter über alle Geräte hinweg synchronisieren, die dieselbe Apple-ID verwenden. Dazu muss unter Catalina in der Systemeinstellung „Apple-ID“ der Schlüsselbund aktiviert sein. Unter Mojave findet man die Einstellung in der Systemeinstellung „iCloud“. Auf dem iPhone und dem iPad aktiviert man den iCloud-Schlüsselbund in den Benutzereinstellungen unter „iCloud“.

Damit Safari auf dem iPhone starke Passwörter erzeugen kann, muss der Schlüsselbund für iCloud aktiviert sein.
Vergrößern Damit Safari auf dem iPhone starke Passwörter erzeugen kann, muss der Schlüsselbund für iCloud aktiviert sein.

Erstellt man bei aktivem iCloud-Schlüsselbund auf dem Mac, iPhone oder iPad ein Benutzerkonto auf einer Webseite und klickt beziehungsweise tippt in das Feld für die Passworteingabe, erstellt Safari automatisch ein starkes Passwort. Ohne iCloud-Schlüsselbund erstellt Safari nur auf dem Mac starke Passwörter, wozu man auf das Schlüsselsymbol im Passwortfeld und dann auf „Neues Passwort vorschlagen” klickt. Die starken Passwörter bestehen jeweils aus 17 Buchstaben mit Groß- und Kleinschreibung sowie einer Zahl, die in drei Gruppen aufgeteilt und durch einen Bindestrich getrennt sind. Andere Formate für die Passwörter lassen sich nicht auswählen. Tippt man auf dem Mac ein eigenes Passwort ein, fragt Safari jeweils nach, ob es für diese Webseite gespeichert werden soll. Es wird dann genauso wie die von Safari erstellten Passwörter gesichert.

Safari kann selbst starke Passwörter erzeugen und speichern.
Vergrößern Safari kann selbst starke Passwörter erzeugen und speichern.

Passwörter verwalten

Um auf dem Mac die gespeicherten Passwörter anzusehen und gegebenenfalls zu löschen, ruft man in Safari die Einstellungen auf und wählt dort „Passwörter“ aus. Nachdem man sein Benutzerpasswort eingetippt oder sich per Touch ID identifiziert hat, werden alle Passwörter aufgelistet. Markiert man einen Eintrag in der Liste, wird das ausgeblendete Passwort angezeigt.

In den Einstellungen von Safari kann man die gespeicherten Passwörter einblenden und auch löschen.
Vergrößern In den Einstellungen von Safari kann man die gespeicherten Passwörter einblenden und auch löschen.

Mit einem Klick auf „Entfernen“ löscht man den Eintrag. Damit Safari bei Anmelden auf einer Webseite Benutzername und Passwort in die entsprechenden Felder eintragen kann, muss „Benutzernamen und Passwörter“ unter „Automatisch ausfüllen“ aktiviert sein. Meldet man sich dann bei einem Web-Account an, blendet sich ein Fenster mit dem für den Account hinterlegten Benutzernamen ein. Klickt man diesen an, trägt Safari jeweils Name und Passwort ein, was man auf einem Macbook mit Fingerabdrucksensor noch per Touch ID bestätigen muss. Ansonsten ist das Gerätepasswort notwendig.

Damit Safari Benutzernamen und Passwörter automatisch ausfüllen kann, muss diese Option in den Einstellungen aktiviert sein.
Vergrößern Damit Safari Benutzernamen und Passwörter automatisch ausfüllen kann, muss diese Option in den Einstellungen aktiviert sein.

Auch beim Ändern von Passwörtern hilft Safari. Öffnet man die Seite, auf der man das Passwort für den jeweiligen Account ändern kann, lässt man Safari zuerst automatisch das alte Passwort einsetzen, indem man auf den sich einblendenden Benutzernamen klickt. Daraufhin füllt Safari selbstständig die beiden Felder für das neue Passwort mit einem starken Passwort aus, und man muss die Änderung nur noch bestätigen. Das alte Passwort wird dann durch das neue ersetzt.

Safari blendet den für die Webseite gespeicherten Benutzernamen ein, den man anklickt, um Name und Passwort einzutragen.
Vergrößern Safari blendet den für die Webseite gespeicherten Benutzernamen ein, den man anklickt, um Name und Passwort einzutragen.

Auf dem iPhone und dem iPad findet man die Passwörter in den Einstellungen unter „Passwörter & Accounts > Website & App-Passwörter”, nachdem man sich per Touch ID oder Face ID identifiziert hat. Nach einem Klick auf „Bearbeiten“ lassen sich gespeicherte Passwörter löschen. Damit Benutzername und Passwort beim Anmelden auf einem Account von Safari in die entsprechenden Felder eingetragen werden, muss „Schlüsselbund“ unter „Passwörter & Accounts > Automatisch ausfüllen“ markiert und der Schieberegler bei „Automatisch ausfüllen“ aktiviert sein. Öffnet man dann in Safari die Seite mit den Eingabefeldern für den Account, erscheint unten auf dem Display ein blau hinterlegtes Feld mit dem Eintrag „[Benutzername] verwenden“.

Der Schlüsselbund muss auf dem iPhone für das automatische Ausfüllen aktiviert sein, damit Safari die Passwörter verwenden kann.
Vergrößern Der Schlüsselbund muss auf dem iPhone für das automatische Ausfüllen aktiviert sein, damit Safari die Passwörter verwenden kann.

Tippt man diesen an, muss man sich noch per Touch ID oder Face ID identifizieren, damit Safari Benutzername und Passwort in die Felder einträgt. Das Ändern eines Passworts funktioniert analog zum Mac. Nachdem Safari das alte Passwort ausgefüllt hat, erzeugt das Programm automatisch ein neues starkes Passwort und trägt dieses in die entsprechenden Felder ein. Auch hierfür muss der Schlüsselbund für iCloud aktiviert sein.

Auch auf dem iPad kann Safari automatisch ein neues Passwort eintragen, wenn man es ändern möchte.
Vergrößern Auch auf dem iPad kann Safari automatisch ein neues Passwort eintragen, wenn man es ändern möchte.

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