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Siemens sucht Konflikt mit BenQ wegen ehemaliger Handy-Tochter

02.10.2006 | 10:54 Uhr

Nach der Insolvenz der ehemaligen Handy-Tochter wird der Ton zwischen Siemens und der taiwanischen BenQ einem Pressebericht zufolge rauer. Speziell um die Patent- und Markenrechte sei ein Streit ausgebrochen, berichtet das "Handelsblatt".

"Wir werden prĂŒfen, ob wir BenQ zugestandene Rechte wie etwa die PatentĂŒberlassung oder die FĂŒhrung der Marke Siemens anfechten", sagte ein Siemens-Sprecher der Finanzzeitung.

Konzernchef Klaus Kleinfeld hatte bereits angekĂŒndigt, dass er juristische Schritte gegen BenQ erwĂ€ge. Siemens habe das HandygeschĂ€ft an BenQ abgegeben, damit es langfristig fortgefĂŒhrt werde, und nicht, um es zu schließen.

Firmenkreisen zufolge sei es wenige Tage zuvor zu einem heftigen ZerwĂŒrfnis zwischen Siemens und den Taiwanern gekommen, berichtet das "Handelsblatt". BenQ-Strategiechef Rick Lei habe bestĂ€tigt, dass sein Unternehmen vor rund einer Woche Siemens "um Hilfe gebeten" habe. BenQ sei nach der Übernahme des Bereichs von den großen Verzögerungen der Produkte ĂŒberrascht worden. Es gebe daher immer noch "gewisse Streitigkeiten" mit Siemens. Nach Angaben deutscher Industriekreise habe BenQ in den Nachverhandlungen unannehmbare Forderungen aufgestellt.

Siemens Finanzchef Joe Kaeser gab laut "Handelsblatt" dazu jetzt erstmals Details bekannt. Vor einer Woche habe BenQ darum gebeten, dass Siemens zwei noch ausstehende Raten von insgesamt rund 150 Millionen Euro direkt nach Taiwan ĂŒberweisen solle. (dpa/cvi)

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