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Silizium wird teurer – wegen Energiekrise in China

04.10.2021 | 09:10 Uhr | Peter Müller

Zur allgemeinen Problematik des globalen Chipmangels kommt nun auch noch eine Verteuerung des wichtigsten Rohstoffs. Zahlreiche Industrien sind betroffen.

Die Chip-Produktion könnte sich weiter verteuern, berichtet Bloomberg . Aufgrund von Produktionseinschnitten in China sei der Preis für den Rohstoff Silizium in den letzten beiden Monaten um 300 Prozent gestiegen. Der Grund für die teilweise um 90 Prozent gesunkene Produktion sind Stromknappheit in den chinesischen Fabriken, die aus Sand und Kies hochreines Silizium herstellen, heißt es. China erlebt derzeit eine Energiekrise, viele Fabriken müssen tageweise schließen, um wenigstens die Stahlproduktion aufrecht zu erhalten. Die Gründe dafür sind vielschichtig, doch hatte das Land zuletzt unter Dürre zu leiden, ein beträchtlicher Teil der Energieversorgung stammt aus Wasserkraft wie dem Dreischluchtendamm. China hat zudem wenig fossile Rohstoffe und importiert vorwiegend aus Australien Kohle für seine Kraftwerke und die Stahlproduktion – die Handelsbeziehungen hatten zuletzt gelitten .

Auch andere Industrien sind von der Rohstoffknappheit betroffen, Silizium dient als Basis für Glas, Beton und Silikon oder zu Legierungen für Motorblöcken von Kraftfahrzeugen. Mittlerweile wirken sich die gestiegenen Rohstoffpreise für Silizium auch auf die von Solarpanels aus.

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