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Smartphone-App bringt Paar in Bergnot

06.05.2016 | 15:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Immer nur der App folgen. Ganz egal, wie es vor einem sowie rechts und links aussieht. Das machte ein Paar aus der Ukraine und geriet prompt in Bergnot.

Es gehört zu den Klassikern der Fails mit moderner Technik: Autofahrer, die ohne RĂŒcksicht auf Verluste und ohne Sinn und Verstand stur den Richtungsangaben und Abbiegeanweisungen des NavigationsgerĂ€tes folgen. Und dann plötzlich mit ihrem Auto mitten im Wald, auf der Wiese oder im Fluss stehen. Oder auch mal einen mehrere Tausend Kilometer langen Umweg mitten durch Europa fahren. Solche Meldungen sorgen regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Schenkelklopfer bei Nicht-Betroffenen.

Ähnlich ist der Fall gelagert, ĂŒber den jetzt österreichische Medien berichten. Demnach brach ein ukrainisches Studentenpaar vom Dachstein Richtung Hallstatt auf. Der Dachstein ist ein fast 3000 Meter hoher Berg in den österreichischen Alpen. Hallstatt am HallstĂ€tter See gelegen ist ein nicht ganz 800 Menschen zĂ€hlender Ort im Salzkammergut, der namensgebend fĂŒr die Ă€ltere Eisenzeit, die so genannte Hallstattzeit, wurde.

FĂŒr die Navigation verließ sich das Paar offensichtlich ganz auf eine Smartphone-App, die ihnen den kĂŒrzesten Weg durch das Gebirgsmassiv anzeigte. Dabei folgte das Paar bereits vorhandenen Skispuren und marschierte im Bereich des Gjaidstein Richtung Obertraun.

Die beiden ignorierten dabei, dass sie ĂŒber eine geschlossene Schneedecke gehen mussten, obwohl sie dafĂŒr keine geeignete AusrĂŒstung und vor allem keine passenden Schuhe hatten. Als die Dunkelheit hereinbrach, war das Paar erschöpft und bekam es mit der Angst zu tun. Die beiden riefen gegen 22.00 Uhr einen Bekannten in Österreich an – offensichtlich hatten sie eine Mobilfunkverbindung. Dieser rief dann die Bergrettung, der es gelang, die beiden verirrten 22-JĂ€hrigen unter anderem mit Hilfe eines Hubschraubers zu finden und schließlich sicher ins Tal zu bringen.


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