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So funktioniert "Autosave"

12.05.2011 | 10:17 Uhr |

So funktioniert "Autosave"

Mac-OS X Lion sichert alle Dokumente automatisch - ohne messbare Verzögerung. Aber nur, wenn der Hersteller die Software an diese neue Funktion angepasst hat. Das heißt konkret: Wenn man in Textedit etwas tippt, wird hinter den Kulissen automatisch jede Änderung gespeichert - auch wenn man das Dokument noch nie gespeichert hat. Selbst wenn man den Mac ausschaltet, bleibt diese Datei "unsichtbar" auf der Festplatte erhalten. Startet man zu einem späteren Zeitpunkt erneut Textedit, öffnet die Software automatisch wieder diesen Text.

Kleiner Trick

Hinter dieser Funktion " Autosave " steckt ein kleiner Trick: Mac-OS X Lion legt pro Programm jeweils einen Unterordner im Ordner "AutoSave" an und speichert dort die ungesicherten Dokumente. Unsichtbar bedeutet dabei nur, dass dieser Ordner "AutoSave" im Finder eigentlich unsichtbar ist. Ruft man aber den Befehl "Gehe zu > Gehe zu Ordner ..." auf und tippt den vollständigen Namen ein "~/Library/AutoSave" dann werden der Ordner und alle dort gespeicherten Dateien sichtbar.

Einstellungen

Einstellen lässt sich nach Aussage der Software-Entwickler, die "Autosave" testen, derzeit nichts. Weder in den Systemeinstellungen noch im jeweiligen Programm (zum Beispiel Textedit) sind Optionen für Autosave sichtbar.

Anpassung nötig

Wichtig zu wissen ist, dass es diese Funktion nicht automatisch für jede heute erhältliche Mac-Software gibt. Entwickler müssen ihre Software ändern. Ob und wann sie das tun, ist derzeit unklar: Word 2011 beispielsweise müsste angepasst werden, damit diese automatische Sicherung mit Lion funktioniert. Da Microsoft heute schon eine ähnliche Funktion anbietet, ist es unwahrscheinlich, dass Word 2011 und die anderen Programme im Office-Paket die Autosave-Technik von Lion verwenden werden.

Kein Zwang zum Trackpad

Die Berichte der Entwickler über Mac-OS X Lion sind unmissverständlich: Elegant und einfach lassen sich die neuen Funktionen wie Launchpad, Mission Control und Vollbildmodus nur mit einem aktuellen Trackpad von Apple bedienen. Aber es gibt Tricks, um auch auf älteren Macs (vor allem Macbook und Macbook Pro von 2007 und 2008) mit Launchpad und Mission Control arbeiten zu können. Am einfachsten ist, die Programme Launchpad und Mission Control ins Dock zu ziehen. Denn dann genügt ein Klick auf das Symbol im Dock um die Fensterübersicht von Mission Control aufzurufen und bei Launchpad genügen zwei Finger auf dem Trackpad oder eine horizontale Bewegung mit dem Scrollrad der Maus um zwischen den "Seiten" zu wechseln, auf denen die Symbole aller installierten Programme stehen.

Es geht also auch ohne Trackpad. Wer aber die neuen Funktionen unbedingt nutzen will und momentan am Mac kein Trackpad (oder keines der aktuellen Macbook-Modelle) besitzt, sollte sich die Anschaffung des Trackpads von Apple überlegen - 69 Euro ist nicht billig, macht aber die Steuerung einfacher.

Datenübermittlung oder Privatsphäre

In den Systemeinstellungen finden sich unter "Sicherheit & Privatsphäre > Privatsphäre" zwei interessante Punkte: Eine Option entscheidet dort, ob Mac-OS X Lion automatisch in regelmäßigen Abständen erfährt, welche Software man verwendet und - bei einem Absturz - einen technischen Bericht über diese fehlerhafte Software erhält. Apple macht damit relativ eindeutig, was bisher eher unverständlich war:

Seit Mac-OS X 10.6.3 ermittelt Apple gewisse Nutzungsdaten (einsehbar in der Protokollliste "Benutzung & Diagnose" im Dienstprogramm Konsole) und versendet sie vom jeweiligen Rechner an Server von Apple, wenn man einmal bei einem Absturz die Option "Diagnose-Information automatisch übermitteln" aktiviert hatte. Um den Versand wieder abzuschalten, musste man bisher das Dienstprogramm Konsole starten und in den Einstellungen die entsprechende Option wieder deaktivieren. Ab Mac-OS X Lion entscheidet man über diesen Datenversand in den Systemeinstellungen im genannten Bereich "Privatsphäre".

In diesem Bereich sieht man außerdem, welche Software auf die Ortungsdienste von Mac-OS X zugegriffen hat. Denn schon heute kann jeder Mac ganz gut seinen Standort ermitteln. Mac-OS X nutzt dazu die Namen der sichtbaren Funknetze (WLAN-Stationen) und eine Apple-eigene Datenbank, in der weltweit die Namen und die Position dieser Funknetze verzeichnet sind. Diese Funktion wird heute auch in iPod- und iPad-Modellen ohne GPS-Empfänger verwendet. Wer diese Technik nicht nutzen will, kann die Ortungsfunktion ebenfalls in den Systemeinstellungen komplett deaktivieren.

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