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So will Intel das Moore'sche Gesetz retten

04.07.2019 | 09:55 Uhr | Peter Müller

Intel lernt offenbar aus eigenen Fehlern – der neu angestellte Vizepräsident für Silizium-Engineering will das Moore'sche Gesetz retten.

Das empirische Moore'sche Gesetz, nachdem sich die Transistordichte alle 12 bis 18 Monate verdopple, ist nicht tot, erklärte der Intel-Ingenieur Jim Keller auf einem Symposium am Sonntag in San Francisco, das auch "Wired" besucht hatte. Man dürfe das Gesetz aber nicht so eng sehen, Strukturen immer kleiner zu bekommen, wird in der Tat mühselig. Intel hatte schon den 14- und den 10-Nanometer-Prozess später als erwartet eingeleitet und Konkurrenten wie TSMC sind bereits bei 7 Nanometern angelangt.

Bei der Lithographie mit extremen Ultraviolett komme noch auf kleinere Strukturen, doch das sei nur der eine, der klassische Ansatz. Viel mehr verspricht sich Keller davon, Chip-Strukturen aufeinander zu schichten und mit Nanodrähten miteinander zu verbinden. Damit könne man die Dichte von Transistoren noch bis zu 50fach steigern und den Stromverbrauch auch senken, da die einzelnen Komponenten der Chips näher beieinander lägen. Intel hatte mit Lakefield in diesem Januar bereits ein entsprechendes Design gezeigt.

Allerdings kosten solche Entwicklungen vor allem Zeit und Geld – Kellers Projekte bei Intel würden erst in fünf Jahren auf dem Markt ankommen und dort ihre Auswirkung zeigen.

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