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Softbank lässt Optionen für ARM-Holding prüfen

14.07.2020 | 13:00 Uhr | Peter Müller

An die Börse mit dem erfolgreichen Unternehmen oder einen Teilverkauf anstreben? Goldman Sachs soll helfen.

Der Konzern Softbank hat die Investmentbank Goldman Sachs dazu beauftragt, Optionen für die im Jahr 2016 für 32 Milliarden US-Dollar übernommene ARM-Holding auszuloten, berichtet CNBC . In Frage stehen ein Börsengang für den britischen Chip-Designer oder ein Teilverkauf, dafür gebe es mehrere Interessenten. Es ließe sich vermutlich aber kaum ein Käufer für das komplette Geschäft finden, Kartellbehörden hätten etwas dagegen. Denn ARMs Chip-Designs nutzt nicht nur Apple für iPhone, iPad und demnächst den Mac, sondern auch Kunden wie Samsung oder Qualcomm.

Derweil steht für die ARM-Holding eine große Zeit bevor, prognostiziert Jean-Louis Gassée, der in den Achtziger Jahren bei Apple einer der wichtigsten Manager war. Apple halte im PC-Markt weltweit zwar nur einen Marktanteil von etwa sieben Prozent, ein Großhersteller wie Intel sollte es verschmerzen können, wenn Cupertino von der x86-Plattform auf die von ARM wechselt. Doch das sei nur ein Teil der Geschichte und gewissermaßen erst ihr Anfang, erklärt Gasée in seinem Blog Mondaynote . Apples Entscheidung wirke weit über seine eigenen Ökosysteme hinaus. So werde Apple Silicon zu einer Renaissance von Windows 10 für ARM führen, das einst als Windows RT an den Start gegangen war. Auch andere Microsoft-Kunden wie Dell oder Lenovo könnten daher sich für die Energie effizienten Arm-Chips begeistern, zuletzt würde Intel wieder Lizenzen bei ARM lösen, wie es früher schon der Fall war.

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