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Sony und Toshiba wollen DVD-Format-Krieg beenden

26.12.2005 | 00:09 Uhr |

Sony und Toshiba wollen DVD-Format-Krieg beenden

Tokio, 21. April: Zwei Unternehmenslager kämpfen um den Nachfolger der DVD. Sony zählt dabei zum Lager der Blu-ray-Unterstützer unter Führung des Elektronikkonzerns Philips. Toshiba favorisiert unter anderem in Gemeinschaft mit NEC den neuen Standard HD-DVD. Anfang der 80er Jahre hatte es einen ähnlichen Format-Krieg für die Videokassette zwischen VHS (JVC), Betamax (Sony) und Video 2000 (Philips) gegeben. Durchgesetzt hat sich mit VHS nicht die beste technische Lösung sondern das Format, das die größte Vielfalt an Leih- und Kaufvideos zu bieten hatte. Die japanischen Elektronik-Konzerne Sony und Toshiba wollen den Format-Krieg um die Nachfolgegeneration der DVD beenden und ein Hybrid-Format entwickeln, vermeldet im April eine japansiche Zeitung. Die Initiative scheitert jedoch, bis Jahresende entwickeln sich die Formatwelten immer weiter auseinander. HD-DVD scheint sich einen leichten Vorsprung erarbeit zu haben, nachdem die meisten Hollywood-Studios und Fernsehsender ihre Unterstützung des Formats ankündigten. Die noch für das Jahr 2005 versprochenen HD-DVD-Player von Toshiba lassen jedoch nach wie vor auf sich warten, das Rennen ist für Blu-ray längst nicht verloren. Ein Knackpunkt sind Ende 2005 Kopierschutzmechanismen. Microsoft nennt Blu-ray diesbezüglich „kundenfeindlich“, Hewlett-Packard wechselt Ende Dezember vom Blu-ray ins HD-DVD-Lager. Die Vorteile von Blu-ray sind die höhere Kapazität und geringere Empfindlichkeit der Scheiben, zudem ist eine größere Kompatibilität mit Consumer-Playern zu erwarten. Apple ist seit März 2005 Mitglied in der Blue-ray Disc Association, schon zuvor war der Mac-Hersteller dem DVD Forum beigetreten, das den HD-DVD-Standard entwickelt hat. Apple bekennt sich zu beiden Formaten, wie das Unternehmen auf der Fachmesse NAB im April betont. Welche Laufwerke aber dereinst ihren Dienst in Rechnern des Mac-Herstellers verrichten werden, verrät Cupertino nicht: „We don’t talk about future products“.

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