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Spekulationen über Macbooks mit ARM-CPU

24.10.2016 | 13:07 Uhr |

macOS Sierra unterstützt eine neue CPU der ARM-Architektur, was kurz vor Apples Event zu neuen Spekulationen Anlass gibt.

Bei Apples Event am Donnerstag werden wohl neue Macbooks vorgestellt , die Erwartungen sind groß. So liegt die Vermutung nahe, dass Apple seine neuen Mobil-Macs noch mehr an seine erfolgreichen iOS-Geräte angleichen wird. Größter Unterschied zu den Mobilplattformen bleibt aber weiterhin der Prozessor. In den Mac verwendet Apple eine herkömmliche Intel-CPU, in allen Mobilgeräten inklusive dem Apple TV einen so genannten ARM-Chip. Zum Leidwesen von Intel haben sich auf Mobilgeräte diese stromsparenden und besonders effizienten ARM-CPUs durchgesetzt. Warum also nicht auch in einem Mac?

Wie Techtastic vor einiger Zeit auffiel, versteckt sich im Quellcode des Sierra-Kernels eine interessante Neuerung: Während alte Intel-CPUs wie Core2 und Merom nicht mehr unterstützt werden, kommt eine neue CPU dazu: ARM Hurricane. Dabei handelt es sich anscheinend um einen CPU-Kern des A10, den Apple im iPhone 7 verbaut (bestehend aus dem schnellen Core Hurricane und dem langsameren Zephyr). Laut Apple bieten diese ja bereits die Leistung einer  Macbook-CPU, ein kommendes Macbook könnte also durchaus einen ARM-Chip bekommen. Apples Systeme tvOS, iOS, macOS und watchOS wachsen schließlich immer mehr zusammen und die Portierung einer Apps zwischen diesen Systemen ist kein so großer Aufwand mehr. Denkbar wären schließlich auch ein Nachfolger des Mac Mini, eine Art Apple TV mit macOS.

Unsere Einschätzung

Nach unserer Meinung wird ein Macbook mit ARM-CPU so schnell nicht erscheinen und sicher nicht diesen Donnerstag. So gab es schon in früheren Kernel-Versionen Hinweise auf ARM-Unterstützung, vermutlich testet Apple ARM-Versionen von macOS bereits seit Jahren. Ist doch bei Mac der größte Vorteil gegenüber iOS die breite Software-Unterstützung, man kann sogar Windows installieren. Außerdem kommen die Vorteile des ARM-Designs nur bei sehr mobilen Gerät zum tragen, in einem iMac oder Macbook Retina hätte sie nur Nachteile. Notebooks mit ARM-CPUs waren aber bisher mangels Software-Unterstützung immer Misserfolge. Das gilt sowohl für das billige AC100 von Toshiba als auch die erste Generation der Microsoft Surface-Geräte mit einer ARM-Version von Windows. Mit „echtem“ Windows wurden sie dagegen erfolgreich.

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