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Spiegel Online klagt auch gegen Adblocker Plus

18.01.2016 | 08:55 Uhr | Panagiotis Kolokythas

An der Klage gegen den Adblocker-Plus-Betreiber Eyeo beteiligt sich auch Spiegel Online.

Die Anzahl der MedienhĂ€user, die gegen Eyeo – dem Betreiber von Adblocker Plus – vor Gericht ziehen, ist grĂ¶ĂŸer als bisher angenommen. Auch Spiegel Online hat laut einem Bericht des Branchendienstes Horizont eine Klage vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Den aktuellen PlĂ€nen zufolge ist der erste Verhandlungstermin fĂŒr den 4. Mai angesetzt.

RTL, Pro Sieben Sat 1 , Zeit Online und Axel Springer befinden sich bereits im Rechtsstreit mit Eyeo und die laufenden Verfahren sind  derzeit in der Berufung vor den Oberlandesgerichten in MĂŒnchen, Köln und Hamburg. Eine weitere Klage der SĂŒddeutsche Zeitung wird demnĂ€chst vor dem Landgericht MĂŒnchen verhandelt.

Alle Klagen richten sich gegen das "Acceptable Ads Programm" fĂŒr Adblocker Plus von Eyeo. Online-Werbung, die gewisse Kriterien erfĂŒllt, wird vom Adblocker nicht geblockt. GrĂ¶ĂŸere Website-Anbieter mĂŒssen Eyeo fĂŒr die Teilnahme an dem Programm bezahlen. Eyeo hatte kĂŒrzlich erklĂ€rt, dass die Zahlung ab 10 Millionen zusĂ€tzlicher Werbe-Impressionen pro Monat fĂ€llig wird und dabei dann an Eyeo 30 Prozent der aufgrund des Whitelistings erwirtschafteten UmsĂ€tze abzufĂŒhren seien. Die MedienhĂ€user sind von diesem GeschĂ€ftsmodell von Eyeo nicht sonderlich begeistert und klagen bereits seit einiger Zeit dagegen.

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