924333

Spielerezension: Space Colony

20.07.2004 | 12:47 Uhr | Thomas Hartmann

In dem recht unterhaltsamen Spiel geht es nicht nur um Beziehungen, sondern auch um Weltraumtechnik.

Mit Space Colony können wir uns endlich einen alten Kindheitstraum erfĂŒllen und ins Weltall fliegen um dort fremde Planeten zu besiedeln. Nach dem Jahr 2153 ist das allerdings auch bitter nötig, denn die Erde wurde von ihren menschlichen Bewohnern auf Grund der gigantischen Ressourcenprobleme verlassen. Zeit also fĂŒr eine neue Phase in der Menschheitsentwicklung: die Kolonisierung des Weltraums. Im optionalen Tutorial lernen wir dabei rasch, dass es bei der Besiedlung ferner Planeten nicht nur auf die AusrĂŒstung und Technik ankommt. Auf einer Weltraumstation in wenig menschenfreundlicher Umgebung wollen die Siedler mehr als nur GrundbedĂŒrfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen und Hygiene erfĂŒllt bekommen. Zur Zufriedenheit - und damit höherer Arbeitsleistung - tragen ferner gelegentliche Smalltalks mit anderen Bewohnern bei. Flirten nicht ausgeschlossen. Wer seinen Spielfiguren etwa noch eine Disco zum Abtanzen gönnt, darf sich ĂŒber zufriedene Kommentare von Kolonistin Venus und Co. freuen. Aber nicht zum VergnĂŒgen hĂ€lt man sich dort oben auf. Das Ziel sind vielmehr harte Credits, die man sich persönlich am Geldautomaten abgeholt. Die Station dagegen braucht das Geld, um neue GerĂ€te fĂŒr innerhalb und außerhalb der Siedlung erwerben zu können. In spĂ€teren Missionen hat man sich ferner gegen unfreundliche Aliens zu wehren, was aber bei entsprechender Vorsorge durch automatische Laser und Power-Kraftfelder weitgehend automatisch erledigt ist.

Wenn es da draußen ist, werden wir es uns holen!

Die Bedienfelder fĂŒr Objekte und Personen sind recht ĂŒbersichtlich. Links wĂ€hlt man unter anderem zwischen Knöpfen fĂŒr Technik, Mobiliar, Einrichtungen oder MilitĂ€r und baut die entsprechenden Elemente wie GebĂ€ude oder GerĂ€te an passender Stelle an - ausreichend Credits vorausgesetzt. Am rechten Bildschirmrand befindet sich eine Kolonisten-Anzeigetafel mit wichtigen Informationen und Steueroptionen fĂŒr die jeweils ausgewĂ€hlte Figur. Eine andere Leiste zeigt die vergangenen Tage sowie verfĂŒgbaren Credits und bietet per Vorlauftaste einen etwas schnelleren Zeitfluss an. Weitere Fenster wie etwa der BrĂŒcken-Bildschirm lassen sich jeweils zu- oder abschalten.

Zumeist handelt man bei seinen Missionen im Auftrag von Blackwaters Industries, Motto: Wenn es da draußen ist, werden wir es uns holen! Im Anschluss an das empfehlenswerte Tutorial spielt man nach Belieben die Hauptkampagne, in der ein Planet zu bevölkern ist, danach hat man die Wahl zwischen einer MilitĂ€r- oder Zivilkampagne, wobei die Zivilkampagne lediglich aus zwei Missionen besteht.

Macwelt Marktplatz

924333