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Statista: Android Top, iPhones bei Jüngeren beliebt

17.07.2019 | 13:26 Uhr | Halyna Kubiv

Statista hat eine umfangreiche Studie zu den Trends auf dem Smartphone- und PC-Markt durchgeführt.

Deutschland ist als Android-Hochburg bekannt, doch ist dem auch wirklich so? Bestätigen diese Behauptung auch valide aktuelle Zahlen? Statista hat im März 2019 eine umfangreiche Studie durchgeführt, die genau diese und viele weiteren Fragen zum digitalen Leben in Deutschland beantworten soll. Befragt wurden 1992 Teilnehmer in den Altersgruppen von 18 bis 64 Jahren, die Erhebung wurde vom 8 bis 12. November 2019 durchgeführt. Seit März 2019 kann man die Ergebnisse herunterladen. Eine Anmerkung vorab: Solche Studien und deren prozentualen Angaben verleiten sehr schnell, die Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung zu beziehen. Bedingt durch die Altersstruktur der Befragten ist dies aber in diesem Fall nicht möglich. Die Grundlage für die Extrapolation soll nicht die Gesamtbevölkerung, also knapp 81 Mio. Bewohner in Deutschland sein, sondern nur Deutsche im Alter von 18 bis 64 Jahren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren das im Dezember 2017 das 51,54 Mio. Personen – aber eben ohne Rentner, Kinder und Jugendliche.

Smartphones und deren Nutzung

Zum einen bestätigt die Studie von Statista, dass Deutschland ein Android-Land bleibt: knapp 80 Prozent der Befragten nutzen ein Smartphone mit dem Android-Betriebssystem, 19 Prozent ein iPhone und knapp ein Prozent ein Smartphone mit anderem Betriebssystem. Dabei ist iOS unter der weiblichen Bevölkerung etwas weiter verbreitet: iPhones kommen hier auf 21 Prozent aller Smartphones. Männer greifen dagegen des Öfteren zum Android-Handy (81 Prozent). Zu iOS greift also gerade einmal 17 Prozent der männlichen Bevölkerung. Interessant ist die Verteilung nach Altersgruppen – die jüngere Generation setzt verstärkt auf iPhones: Unter 18- bis 29-Jährigen kommt das Apple-Handy auf knapp ein Drittel bzw. 32 Prozent (Android dementsprechend auf 67 Prozent). In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen entfallen nur 18 Prozent auf iOS, 81 Prozent auf Android. Die ältere Generation (50- bis 64-Jährige) ist noch Android-affiner (85 Prozent) – iOS kommt hier nur auf 13 Prozent.

Deutschland ist offenbar nicht das Land der Android-, sondern auch der Samsung-Jünger, denn knapp 44 Prozent der Befragten haben ein Samsung-Handy. Eine mögliche Erklärung, warum die jüngere Generation doch zum iPhone statt Android greift, liefern die Zufriedenheitswerte aus der gleichen Studie. Demnach sind die Jugendlichen deutlich kritischer gegenüber den wichtigsten Smartphone-Features eingestellt und stellen wahrscheinlich höhere Anforderungen an die Soft- und Hardware. So erreicht in den Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen und 50- bis 64-Jährigen die Zufriedenheit mit wichtigsten Funktionen wie Nutzerfreundlichkeit oder Design einen Mittelwert von 69 respektive 68 Prozent. In der jüngsten Altersgruppe klettert der gemittelte Zufriedenheitswert nicht über die 60-Prozent-Marke. 

Fitness-Tracker

Apple rühmt sich, der größte Uhrenhersteller der Welt zu sein, doch diesen Status hat die Firma offenbar ohne Deutschland erreicht. Denn laut der Statista-Studie hält Samsung den ersten Platz in Deutschland. Knapp 25 Prozent der Smartwatch- oder Fitnesstracker-Inhaber haben sich für die Samsung-Uhr entschieden, 21 Prozent für die Apple Watch, auf der dritten Stellen folgt Fitbit mit 17 Prozent. Auch hier machen sich die Generationenunterschiede bemerkbar, denn in der jüngsten Befragtengruppe ist die Apple Watch mit 27 Prozent die beliebteste Smartwatch, gefolgt von Samsung (23 Prozent) und Fitbit (15 Prozent). Bei den Funktionen ist der Schrittzähler noch wichtiger (52 Prozent) als die eigentliche Uhranzeige (42 Prozent). Allerdings muss man anmerken, dass das Konzept Smartwatch noch nicht so richtig angekommen ist: Von 1992 Studienteilnehmer haben nur 726 Befragten (36 Prozent) angegeben, dass sie eine Smartwatch oder einen Fitnesstracker besitzen.

Smarte Assistenten

Knapp die Hälfte aller Studienteilnehmer (987 Personen) haben angegeben, dass sie smarte Assistenten auf ihren Geräten nutzen. Dabei ist Google Assistant der populärste smarte Assistent (36 Prozent), Alexa kommt auf Platz zwei mit 24 Prozent, Siri auf Platz drei mit 19 Prozent. Interessant sind die Aufgabenverteilungen bei den smarten Assistenten: Der von Google wird meistens (62 Prozent) für die Web-Suche gestartet, Alexa für Musik-Steuerung (66 Prozent), Siri ebenfalls für die Websuche (44 Prozent). Die prozentualen Angaben beziehen sich auf die Anzahl der Personen, die tatsächlich den jeweiligen smarten Assistenten genutzt haben. Im Fall von Google Assistant waren es 352 Personen, bei Alexa – 232 Personen, bei Siri – 191 Personen.

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