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Statt Passwörtern: FIDO wirbt für Anmeldesystem „Login with fido“

28.05.2020 | 17:30 Uhr | Stephan Wiesend

Als Alternative zu Passwörtern bietet die Organisation FIDO ihr eigenes Anmeldesystem an, das mit den Lösungen von Google und Apple konkurriert.

Will man sich bei einem Webdienst wie Dropbox oder einem Webshop anmelden, sind Passwörter und ihre Verwaltung ein Ärgernis. Hier will die Organisation FIDO eine plattformunabhängige Lösung liefern, die Anmeldung per Gesichtsscan, Fingerabdruck oder auch PIN und USB-Stick ermöglicht. Die schon 2012 gegründete FIDO-Allianz ist aber trotzt Unterstützern wie Paypal, Lenovo oder Google anscheinend eher bei Unternehmenslösungen erfolgreich, so nutzen etwa GitHub und die Mobil-Apps von Ebay und ING die Technologie der Allianz. Seit Mai 2019 wird aber auch Windows Hello unterstützt, relativ bekannt sind ebenso die Hardware-Lösungen von Yubico .

Mit der neuen Webseite www.loginwithfido.com und einem passenden Logo für Webseiten will die Organisation aber nun für mehr Nutzer unter Endanwendern werben. Mittlerweile muss der Dienst ja mit starken Konkurrenten wie der Anmeldung per Google-Konto und Apple ID mithalten – zwei immer weiter verbreiteten Anmelde-Systemen, die ebenfalls biometrische Funktionen unterstützen. Die neue Webseite soll sowohl Endanwender als auch Anbieter über das Anmelde-System informieren, ein Vorteil gegenüber den beiden Konkurrenten Apple und Google ist etwa die Plattformunabhängigkeit.

Neu vorgestellt wird außerdem das neue Symbol FIDO i-Mark , über das Webseiten auf die Unterstützung der FIDO-Technologie hinweisen können.

Der Bedarf ist wohl vorhanden: Nach einer Studie der Allianz wurden tausend US-Konsumenten befragt, ob ein Dienst wie FIDO ihr Vertrauen zu Webdiensten und Mobil-Apps steigern würde – was 71 Prozent bejahten. Gleichzeitig nutzten 52 Prozent von ihnen eine Sammlung von nur fünf oder weniger unterschiedlichen Passwörter für ihre Accounts. Diese Mehrfachverwendung ist aber ein großes Risiko für die Anwender, da durch Datenlecks Passwörter sehr oft in falsche Hände geraten.

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