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Steve Jobs stellt auf der Seybold OS X 10.1 vor

26.09.2001 | 00:00 Uhr |

In einer Keynote auf der Seybold stellte Apples CEO Steve Jobs die verbesserte Version des Betriebssytems Mac-OS X 10.1 vor


Chefsache:
Die Ankündigung des Updates auf Mac-OS X 10.1 ließ sich Apple-CEO Steve Jobs nicht nehmen. War seine Präsenz auf Apples Seybold-Keynote ursprünglich nur via Satellit geplant, eröffnete der Apple-Boss gestern die Ansprache persönlich mit den Worten: "Es ist Zeit für den Upgrade". Dabei bestätigte Jobs, was in den letzten Tagen sich immer mehr verdichtete. Mac-OS X 10.1 wird ab Samstag in den Läden sein und als Vollversion 129 US-Dollar kosten. Anwender von Mac-OS 10.0.x erhalten bis zum 31. Oktober eine kostenlose Upgrade-CD, die Apple bereits während der Keynote verteilte und an seinem Stand im Moscone-Center Interessenten aushändigt. Für eine Bearbeitungsgebühr von 20 US-Dollar verschickt der Apple-Store das Upgrade auf CD, eine Download-Version wird es definitiv nicht geben. Spätestens ab Montag werden auch die deutschen Applehändler CDs zur Verfügung haben.
Abschließend benutzte Steve Jobs erneut die erstmals zur Macworld Expo in New York eingesetzte Metapher, nachdem Mac-OS X "zur Mittagszeit" Premiere gehabt hätte. Jetzt, "um sechs Uhr", habe es das erste wichtige Upgrade gegeben und "in der Zeit von sechs bis neun", in den nächsten drei Monaten also, seien die meisten Ports von Anwendungen zu erwarten. "Um Mitternacht" wolle man die Migration abgeschlossen haben.
Die Details der neuen Betriebssystemversion, wie bessere Performance, Aqua-Oberfläche mit neuen Funktionen und DVD-Unterstützung, präsentierte Apple-Vize Phil Schiller, der laut Jobs "die Ansprache wochenlang einstudiert" habe und es jetzt auch verdiene, sie zu halten.

Ausprobieren:
Microsofts Mac Business Unit (Mac BU) hat auf der Website Mactopia eine kostenlose Demoversion von Word v. X bereit gestellt. Word X Test Drive läuft ausschließlich unter Mac-OS X 10.1 und ist nur für kurze Zeit bei Microsoft erhältlich. Ende November soll das komplette Office-Paket in die Läden kommen. Das Programm ist bis 1. Januar lauffähig und kann Dokumente abspeichern aber nicht ausdrucken. Nur eine englischsprachige Version ist verfügbar.

Upgrade für den Server:
Nicht nur die Client-Version seines Unix hat Apple auf Version 10.1 aktualisiert, auch Mac-OS X Server hat einen Versionssprung gemacht. Mac-OS X Server 10.1 soll in erster Linie eine höhere Performance bieten, Daten schneller übertragen, Anwendungen flotter starten und Wartezeiten für Druck oder Administration verkürzen. Die neue Version unterstützt zudem RAID-0 und RAID-1. Mac-OS X Server kostet in der 10-Client-Version 500 US-Dollar, in der unlimitierten Fassung 1000 US-Dollar, ein Upgrade von Systemfassungen 10.0.x ist für 20 US-Dollar auf CD zu haben.

Zwischen sechs und neun:
Immer mehr Softwarehersteller bringen Mac-OS-X-Versionen ihrer Programme heraus. Jetzt hat auch Corel den Ankündigungen Taten folgen lassen und auf der Seybold die Mac-OS-X-kompatiblen Graphics Suite 10 veröffentlicht. Im Paket, das sowohl unter dem klassischen Betriebssystem als auch auf dem Apple-Unix laufen soll, sind enthalten das Vektorgrafikprogramm Corel Draw 10, die Bildbearbeitungssoftware Corel Photo Paint sowie Corel R.A.V.E., Corel Trace 10 und die Hilfsprogramme Font Reserve (Corel Edition) und Cumulus Desktop LE. Zu einem Preis von 570 US-Dollar ist die Graphics Suite in den USA ab sofort erhältlich, eine deutschsprachige Version soll im November folgen.
Gleichzeitig hat Corel neun neue Mac-OS-X-kompatible Plug-ins der Reihe KPT Effects heraus gebracht, die für 200 US-Dollar zu haben sind, die deutsche Version soll ebenfalls im November erscheinen.
pm/sw

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