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Steve Jobs will keine weiteren Angaben zu Gesundheitsproblemen machen

19.01.2009 | 12:48 Uhr |

Apple-Chef Steve Jobs will trotz der Forderungen von Anlegern und Branchenexperten keine weiteren Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen. "Warum lasst ihr Jungs mich nicht in Ruhe - warum ist das so wichtig?", sagte Jobs der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Telefon in einem seiner seltenen Interviews am Freitag.

Um die Gesundheit der 53-J├Ąhrigen gibt es seit Monaten viel Aufsehen, weil er als treibende Kraft hinter den Erfolgen des Computer- und iPhone-Herstellers gilt. Jobs k├╝ndigte vor einigen Tagen an, er werde wegen seiner Gesundheitsprobleme eine Auszeit bis Ende Juni nehmen, da die Behandlung komplexer sei als zun├Ąchst angenommen. Laut bisherigen Angaben leidet er an einer Hormonst├Ârung.

Bloomberg berichtete au├čerdem unter Berufung auf Personen, die Jobs' Gesundheitszustand ┬źbeobachten┬╗, von ├ťberlegungen ├╝ber eine Lebertransplantation. Es blieb allerdings unklar, ob es um Menschen geht, die tats├Ąchlich mit dem Krankheitsverlauf des Apple-Chefs vertraut sind, oder um Experten, die seinen Zustand aus der Ferne analysieren.

Nach Jobs' Angaben hindert die Hormonst├Ârung seinen K├Ârper daran, Proteine zu verarbeiten, wodurch er an Gewicht verliere. Im Jahr 2004 war Jobs wegen eines Krebs-Tumors an der Bauchspeicheldr├╝se operiert worden. Es hie├č zuletzt mehrfach, er habe keinen Krebs.

Bereits seit im Juni 2008 erstmals der Gewichtsverlust von Jobs auffiel, wird die Informationspolitik von Apple kritisiert. Das Unternehmen machte nur z├Âgerlich und nur sehr allgemeine Angaben ├╝ber Jobs' Gesundheit. Zahlreiche Investoren und Branchenexperten fordern aber, dass Apple angesichts der herausragenden Rolle des Mitbegr├╝nders f├╝r das Gesch├Ąft des Konzerns l├╝ckenlos ├╝ber seinen Gesundheitszustand unterrichtet. In diesem Zusammenhang werden auch Aktion├Ąrsklagen nicht ausgeschlossen. Die immer wieder aufkeimenden Spekulationen um Jobs' Gesundheit hatten den Kurs der Apple-Aktie in den vergangenen Monaten stark belastet.

Jobs gilt wie kaum ein anderer US-Manager als Motor und Garant des Erfolgs seines Konzerns. Apples Siegeszug in den vergangenen Jahren mit Produkten wie dem Musikplayer iPod und dem iPhone-Handy wird zu einem Gro├čteil Jobs zugeschrieben. Er werde auch w├Ąhrend der Auszeit an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt bleiben, betonte der charismatische Konzernlenker vor einigen Tagen. Er will sich demn├Ąchst auch in den Verwaltungsrat des Disney-Konzerns wiederw├Ąhlen lassen, an dem er seit dem Verkauf des Animationsfilm-Studios Pixar einen Anteil von 7,5 Prozent h├Ąlt. (dpa)

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