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Studie: Apple Watch und iPhone für Fernüberwachung von Herz-Kreislauf-Patienten geeignet

26.03.2021 | 14:15 Uhr | Thomas Hartmann

Wie eine Studie belegt, können Apple Watch und iPhone gemeinsam den Schwächezustand von Herz-Kreislauf-Patienten beurteilen.

Das iPhone und die Apple Watch zusammen könnten als Alternative zu klinischen Bewertungen, bei denen Patienten persönlich anwesend sein müssen, den aktuellen Gesundheitszustand bei kardiovaskulären Patienten per Ferndiagnose erheben. So lautet das Ergebnis einer Studie der Stanford Universität, die Apple finanziert hat, wie Apple Insider berichtet .

Demnach könnten das iPhone und die Apple Watch von Apple gemeinsam es Gesundheitsdienstleistern ermöglichen, die ”Gebrechlichkeit” (frailty, auch: Schwächezustand) eines Patienten mit einer Herzerkrankung über integrierte Sensoren aus der Ferne zu beurteilen. Dies funktioniere ebenfalls über eine App-basierte Version des Sechs-Minuten-Gehtests, einer traditionellen klinischen Beurteilung der Funktionsfähigkeit einer Person.

Die Studie verglich dazu die Leistungsergebnisse eines traditionellen Gehversuchs mit einer klinischen Version, die ihre Messungen per iPhone- und Apple Watch-Sensoren sammelte. Entsprechende Daten wurden ebenfalls über einen Gehversuch ermittelt, der aus der Ferne per App durchgeführt wurde. Dabei wurden auch passiv erfasste Aktivitätsdaten einbezogen.

Apple Watch testet so gut wie das Medizinlabor

Laut den Ergebnissen konnte der App-basierte Gehtest die ”Gebrechlichkeit” eines Patienten genau bestimmen. Dass es freilich eine leichte Verschlechterung der Genauigkeit des Messergebnisses gab, wenn der Test zu Hause durchgeführt wurde, führten die Forscher auf die Variabilität zurück, das heißt wohl: schwerer zu standardisierende Umgebungsbedingungen außerhalb der Klinik. Etwaige Fehler in der Apple-Sensoreinheit könne man ausschließen.

Demzufolge führte ein klinisch überwachter Gehtest zu Gerätedaten, die eine Beurteilung der Gebrechlichkeit mit 90 Prozent Sensitivität und 85 Prozent Spezifität lieferten. Bei den Heimtests fielen diese Werte auf 83 Prozent Sensitivität und 60 Prozent Spezifität zurück.

Weitere Daten und Hintergründe gibt es im ausführlichen Forschungsartikel ” Activity data from wearables as an indicator of functional capacity in patients with cardiovascular disease ” bei Plos One.

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