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Studie: Drittel der Deutschen würde sich gern selbst aus dem Netz löschen

03.08.2022 | 16:30 Uhr | Thomas Hartmann

46 Prozent gaben demnach an, dass sie ihren Namen im Internet nicht auffindbar sehen wollen, während 33 Prozent sich ausgenutzt fühlen, weil Unternehmen ihre Daten zum eigenen Vorteil verwenden.

Obwohl schätzungsweise 94 Prozent der deutschen Bevölkerung online unterwegs sind, hat eine neue Studie des Cybersicherheitsunternehmens und VPN-Anbieters NordVPN ergeben, dass knapp ein Drittel der Deutschen (32 Prozent) sich gern selbst aus dem Internet löschen würden, wenn sie könnten. Das liege daran, dass 46 Prozent der Befragten nicht wollen, dass ihr Name im Netz auffindbar ist. 33 Prozent meinten, dass sie sich ausgenutzt fühlen, weil Unternehmen die Daten zu ihrem Vorteil verwenden. Weitere 33 Prozent gaben an zu befürchten, dass jemand ihre Geräte hackt – und 29 Prozent trauen dem Internet demnach insgesamt nicht.

Am liebsten Finanzdaten und unschmeichelhafte Fotos löschen

In der NordVPN-Umfrage habe man 1.000 Deutsche befragt, dabei gaben 4 von 10 Befragten an, dass sie ihre persönlichen Finanzdaten am liebsten aus dem Internet löschen würden. Außerdem wollten sie folgende Informationen gerne über sich löschen: unschmeichelhafte Fotos/Videos (41 Prozent) – peinliche Momente (33 Prozent) – alte Dating-/Social-Media-Profile (30 Prozent) – bisherige berufliche Laufbahn (23 Prozent).

Ob solche Löschungen in unserer digitalen Welt überhaupt möglich sind, um einen völligen Schlussstrich zu ziehen, hinterfragt allerdings Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN: ”Unsere Studie hat zudem ergeben, dass einige einen praktischeren Ansatz befürworten würden – denn fast die Hälfte (41 Prozent) würde für die Möglichkeit, anonym zu surfen, bezahlen.“ 

Anonym surfen mit NordVPN

Damit würden solche Daten und Spuren im Internet erst gar nicht entstehen oder doch zumindest deutlich reduziert. Die Frage ist, wie der VPN-Anbieter mit den Daten umgeht. Apple will mit ”iCloud Privat-Relay” zum Surfen im Web über das iPhone in Safari mehr Datenschutz bieten. Dafür muss man iCloud+ abonnieren, das Angebot ist noch im Beta-Status.

Geld für anonymes Surfen und VPN

Die Studie zeigt ferner, dass 30 Prozent der Deutschen bis zu 100 Euro, 5 Prozent zwischen 101 und 500 Euro und 4 Prozent zwischen 501 und 1.000 Euro bereit wären zu zahlen, um online anonym zu sein.

Außerdem ergab die Umfrage, dass die Sicherheit der persönlichen Daten im Internet der Schlüssel zum Online-Glück sein soll. Denn 65 Prozent der Deutschen hätten am meisten Angst davor, dass ein Hacker (oder ein böswilliger Dritter) auf ihre Finanzdaten zugreift. Sorgen machen sich die Deutschen auch um ihre Nachrichten und E-Mails (45 Prozent), Social-Media-Konten (38 Prozent), medizinischen Daten (32 Prozent) und Informationen über das Sexualleben (23 Prozent).

NordVPN ab 2,89 Euro monatlich

Empfehlungen, im Internet nicht ganz so ”nackt” dazustehen, hat der VPN-Serviceprovider, der seine eigenen Dienste hier anbietet , ebenfalls: ”Es gibt Möglichkeiten, zumindest einige Informationen über uns selbst online zu entfernen, aber nur bessere Online-Gewohnheiten können den Menschen helfen, sich im Netz wirklich sicherer zu fühlen”, so Daniel Markuson von NordVPN. ”Die Verwendung von stärkeren Passwörtern, vertrauenswürdigen Cybersicherheits-Tools – wie VPN, Antivirus und Passwort-Manager – sowie ein allgemeines Bewusstsein für Bedrohungen helfen, schützenswerte Informationen online zu sichern.“

Zur Methode der Umfrage

Zur Methodik der Studie heißt es: Die Umfrage wurde von NordVPN in Auftrag gegeben und von dem externen Unternehmen Cint vom 16. bis 24. Mai 2022 durchgeführt. Die Zielgruppe der Umfrage waren demnach Einwohner von Frankreich, Großbritannien, Kanada, Australien, Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Polen, Japan und Südkorea im Alter von über 18 Jahren (national repräsentativ), und die Stichprobe wurde aus inländischen Internetusern gezogen. Quoten wurden nach Alter, Geschlecht und Wohnort festgelegt. Insgesamt wurden 10.800 Personen befragt, davon 800 Personen aus Spanien und jeweils 1000 Personen aus den übrigen Ländern.

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