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Studie: Sechstellige PINs nur bedingt sicherer als vierstellige

13.03.2020 | 11:52 Uhr | Peter Müller

Eine Studie zeigt an, dass die sechsteilige PINs nur bedingt sicherer sind als etwas kürzere vierstellige Nummern.

Nicht so sicher: In der Theorie sind sechsstellige PINS um den Faktor 100 sicherer als vierstellige. Forscher der Ruhr-Universität Bochum, des Max-Plank-Institutes für Cybersicherheit und der George Washington Universität haben aber in einer Studie mit 1200 Nutzern festgestellt, dass in der Praxis auch sechsstellige PINs leichter als erwartet zu knacken sind. Der Grund sitzt mal wieder vor dem Bildschirm: Um sich die Zahlenkombination leichter merken zu können, wählen die meisten PINs wie 123456 oder 000000, was das Erraten des Codes leichter macht. Weitere Faktoren, die zu den allzu leichten Passcodes führen können, sind ein persönlicher Wiedererkennungswert: Den Geburtstag eines Menschen kann man schnell auch von seinem Facebook-Profil ableiten, es reicht schon, wenn man die Timeline der Person ein Jahr zurück durchforstet. Die Schnelligkeit einer Eingabe spielt bei der Auswahl des Codes ebenfalls eine Rolle.

Immerhin begrenzen die Hersteller von Betriebssystemen die Eingabemöglichkeiten, auf dem iPhone kann man nur zehnmal eine falsche PIN eingeben, ehe sich das Gerät löscht.

In der Studie haben die Forscher die häufigsten Kombinationen der PINs herausgefunden, wenn Sie Ihr Passcode in der nachfolgenden Liste finden, sind Sie gut beraten, wenn Sie diesen ändern. Die beliebtesten vierstelligen PINs sind demnach: 1234, 0000, 2580, 1111, 5555, 5683, 0852, 2222, 1212 und 1998. Die zehn beliebtesten sechsstelligen PINs: 123456, 654321, 111111, 000000, 123123, 666666, 121212, 112233, 789456 und 159753.

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