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Studie: Unternehmen misstrauen Microsoft

02.04.2003 | 10:45 Uhr | Stephan Wiesend, Stephan Wiesend

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - IT-Administratoren halten Microsoft-Software in Sachen Security fĂŒr unzureichend. Das geht aus einer Studie von Forrester Research hervor, an der IT-Verantwortliche aus 35 Unternehmen mit jeweils mehr als einer Milliarde Dollar Jahresumsatz teilgenommen haben. Demnach haben 77 Prozent der Befragten Bedenken beim Einsatz von Windows, wobei 89 Prozent sensible Anwendungen auf Varianten des Systems betreiben. Zu wenig Anwender nĂ€hmen die Absicherung der Unternehmens-IT in die eigene Hand, sagte Analystin Laura Koetzle. Laut Studie kĂŒmmern sich 40 Prozent der Firmen ĂŒberhaupt nicht um Security-Fragen. Selbst Unternehmen, die bereits mit Hackerattacken zu kĂ€mpfen hatten, haben nur zu 59 Prozent den Einsatz von Microsoft-Software neu ĂŒberdacht. Koetzle rĂ€umte ein, dass Microsoft fĂŒr die letzten neun gravierenden SicherheitslĂŒcken von Windows rechtzeitig Patches bereitgestellt hatte. Im Schnitt seien die ersten Angriffe erst 305 Tage nach Veröffentlichung der Fehlerbehebungen aufgetreten. Viele Administratoren spielten sie jedoch nicht ein. Der Grund sei mangelndes Vertrauen darin, dass die Systeme nach einem Update noch korrekt funktionieren. Zudem fehle oft die Zeit, die zunehmende Menge der Bugfixes zu implementieren. Nur neue einfach zu handhabende Tools tragen nach Ansicht Koetzles dazu bei, Sicherheitsrisiken zu minimieren. Die Umsetzung des von Bill Gates initiierten "Trustworthy Computing" sei schwierig und werde unter UmstĂ€nden mehr als zehn Jahre dauern, kommentierte ein Microsoft-Sprecher die Studie. (lex)

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