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Studie: iPhones werden öfter verloren als gestohlen

06.03.2019 | 17:10 Uhr | Stephan Wiesend

Theft & Loss: Laut Daten des Ortungs-Spezialisten Prey sind Diebstähle eher selten Ursache eines Geräteverlustes.

Mit „Mein iPhone suchen“ kann man sein verlorenes oder gestohlene iPhones suchen und aus der Ferne sperren oder gar löschen. Einen ähnlichen Dienst für Smartphones und Laptops bietet auch die Firma Prey , dies übrigens schon seit zehn Jahren und auch für andere Betriebssysteme wie Windows und Android – mit Einschränkungen ist er sogar kostenlos nutzbar. Auch viele Unternehmen und Universitäten nutzen den (für sie dann kostenpflichtigen) Webdienst, der auf einem im Hintergrund laufenden Tool basiert. Nicht zuletzt, um die Wirksamkeit ihres Dienstes zu zeigen, veröffentlichen die Anbieter regelmäßig Berichte aus der Praxis über erfolgreiche Wiederbeschaffungen von Smartphones und Laptops. In ihrem aktuellen Report für 2018, für den 829 Fälle ausgewertet wurden, sind einige interessante Ergebnisse zu finden.

So wird die Gefahr eines Diebstahls vielleicht überschätzt: Bei 69,12 Prozent der Vorfälle, bei denen der Ortungsdienst ein Gerät orten musste, hatte der Besitzer das Gerät selbst verloren. In knapp einem Drittel der Fälle verschwand das Mobilgeräte dabei in der eigenen Wohnung, in 13 Prozent der Fälle im Büro. Offensichtlich gehen die Geräte einfach dort verloren, wo man sich die längste Zeit aufhält.

Erst die zweithäufigste Ursache für den Verlust war dann mit 11 Prozent der Vorfälle ein Taschendiebstahl. Immerhin 7,6 Prozent der Geräte verschwanden außerdem durch einen Wohnungseinbruch, weitere 6,76 Prozent im Rahmen eines Raubüberfalls.

Man sollte aber nicht glauben, dass es dabei nicht viele überraschende Umstände gegeben hätte: Ein betrunkener Kunde hatte sein Smartphone etwa unwissentlich im Kühlschrank abgelegt, ein anderes Smartphone wurde einem Lehrer von einem Mittelschüler geklaut und ein Angestellter täuschte seinen Tod vor und stahl den Firmen-Laptop.

Die Statistiken widerlegen wohl auch einige Vorurteile: So erwartet man vermutlich, ein Raubüberfall oder Diebstahl würde eher auf offener Straße stattfinden. 63,2 Prozent fanden aber an als sicher geltenden Orten statt: Ein Viertel der Raubüberfälle fanden beispielsweise in den eigenen vier Wänden statt, immerhin 9 Prozent der Überfälle am Arbeitsplatz. Nicht schön: Wie viele erfolgreiche Ortungen und Wiederbeschaffungen zeigten, waren bei Diebstählen die Täter oft keine Fremden, sondern Mitstudenten, Kollegen, Freunde und sogar Familienmitglieder. Begehrt waren vor allem Smartphones, die zu 73,05 Prozent betroffen waren. Mit 24,22 Prozent waren aber auch Laptops beliebt, während Desktops mit 2,73 Prozent der gestohlenen Geräte von Dieben offenbar geradezu ignoriert werden.

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