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Studie untersucht Apple-Watch-Prognose für Schlaganfallrisiko

26.02.2020 | 15:33 Uhr | Thomas Hartmann

Eine Studie von Johnson & Johnson soll zeigen, ob die Apple Watch bei der Verhinderung von Schlaganfällen helfen kann.

Johnson & Johnson ist ein weltweit tätiger amerikanischer Pharmazie- und Konsumgüterhersteller. Die randomisierte und kontrollierte App-basierte Heartline Studie wird USA-weit von den zu diesem Konzern gehörenden Janssen Pharmaceuticals durchgeführt, wie der entsprechenden Nachricht zu entnehmen ist. Damit soll mittels der Heartline Study App fürs iPhone sowie der EKG-App für die Apple Watch untersucht werden, ob diese aufgrund ihrer Meldungen über unregelmäßige Herzrhythmen durch Prävention und rechtzeitige Behandlung die Wahrscheinlichkeit von Schlaganfällen verringern kann. Die Studie soll insgesamt drei Jahre dauern, wobei das dritte Jahr zur Validierung und Nachbearbeitung der Daten mit den Usern dient. Wer teilnehmen möchte, muss mindestens 65 Jahre alt sein, in den USA leben und dort während der Studie auch wohnen bleiben. Man benötigt mindestens ein iPhone 6S ab iOS 12.2, muss eine reguläre Gesundheitsversorgung (Medicare) nachweisen und zustimmen, dass die Forscher Zugang zu den relevanten Daten für die Studie erhalten.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen werden die Entdeckungen der AFib (Atrial fibrillation – Vorhofflimmern) stehen, die von der Apple Watch durch eine Messung mittels der EKG-App entdeckt und dem User mitgeteilt werden kann. Die Frage ist dann, ob Apple-Watch-Nutzer im Vergleich zur iPhone-Gruppe ohne Apple Watch einen Vorteil bei der Früherkennung eines Schlaganfallrisikos haben oder nicht. Eine Apple Watch wird für die Studie zur Verfügung gestellt. Alle Ergebnisse sollen möglichst ohne Aufsuchen einer Klinik direkt via iPhone und in manchen Fällen auch der Apple Watch übermittelt werden können.

Während der aktiven zweijährigen Studienphase werden den Nutzern in der Heartline Study App von Johnson & Johnson wichtige Hintergründe und Tipps zu wichtigen Themen bezüglich ihrer Herzgesundheit gegeben und Fragen beantwortet.

Vorhofflimmern gilt als wichtige Ursache für einen Schlaganfall, die entsprechenden Symptome werden aber oft gar nicht wahrgenommen oder diagnostiziert. Bei mehr als 33 Millionen Menschen weltweit und bei bis zu 6 Millionen Amerikaner kommt es demnach zu Vorhofflimmern, bis zu 30 Prozent bemerken dies nicht, bevor ein ernsthaftes Ereignis wie ein Schlaganfall auftritt. Gemäß der amerikanischen Bundesbehörde Centers for Disease Control and Prevention ist Vorhofflimmern die häufigste Ursache für Schlaganfälle – allein in den USA sei dieses für rund 158.000 Todesfälle sowie 454.000 Krankenhauseinweisungen pro Jahr verantwortlich.

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