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Superzoom in der Hosentasche

23.12.2006 | 09:00 Uhr

Superzoom in der Hosentasche

Die zweite Anwendergruppe möchte lieber eine möglichst kompakte Kamera in Kombination mit einem hohen Zoomfaktor. Hier zĂ€hlen besonders die GehĂ€usemaße, damit die Kamera ohne zu stören in einer Jackentasche Platz findet. Besonders kompakt sind hier die Kodak Easyshare V610 und die Ricoh Caplio R4, die ĂŒbrigens wie die Panasonic Lumix DMC-TZ1 und die Nikon Coolpix S4 keinen optischen oder elektronischen Sucher bieten. Dies ist gerade bei sehr hellem Umgebungslicht, beispielsweise beim Skifahren oder am Strand, ein Nachteil.

Kodaks Easyshare V610 hebt sich durch zwei ungewöhnliche Eigenschaften von der Konkurrenz ab: Zum einen verfĂŒgt sie ĂŒber zwei Objektive, die ihr bei sehr kompakten Ausmaßen einen hohen Zoombereich ermöglichen. Außerdem kann man Fotos außer einer USB-Verbindung auch via Bluetooth zum Mac senden. Besonders kompakt ist auch die Ricoh Caplio R4, obwohl sie einen 7-fach optischen Zoom bietet. Das Objektiv verschwindet – trotz seiner GrĂ¶ĂŸe – komplett im GehĂ€use. Nicht mehr ganz so klein wie die beiden Vertreter von Kodak und Ricoh ist die Panasonics Lumix DMC-TZ1, die aber immerhin ein 10-fach-Zoomobjektiv aufnehmen muss. Die Kamera liegt gut in der Hand, wirkt hochwertig und hilft dem Fotografen mit ihrem Bildstabilisator. Ungewöhnlich ist die Nikon Coolpix S4. Ihr großes Objektiv lĂ€sst sich komplett schwenken, was etwa dem Effekt eines beweglichen Displays gleichkommt. Nikon positioniert das Display leider so ungĂŒnstig, dass der Fotograf den Daumen auf dem zwei Zoll großen TFT platzieren muss, um die Kamera sicher halten zu können. Dies disqualifiziert die Kamera fĂŒr SchnappschussjĂ€ger.

Ausstattung

Neben Fotos in den Formaten 4:3, 3:2 oder 16:9 nehmen beide Panasonic-Kameras auch Videoclips mit einem SeitenverhĂ€ltnis von 4:3 oder 16:9 und einer maximalen Auflösung von 848 x 480 Pixel auf. Das 2,5 Zoll große Display der Panasonic Lumix DMC-FZ7 lĂ€sst sich nicht schwenken, die Beschriftungen fĂŒr die AnschlĂŒsse sind erst zu sehen, wenn man die Abdeckung öffnet. Bei der Canon Powershot S3 IS finden Fotografen fast alles, was sie im Alltag brauchen: viele Automatikfunktionen, manuelle Einstellmöglichkeiten, einen Bildstabilisator, eine Videoclipfunktion (640 x 480 Pixel) mit Stereosound und einen sicheren Griff. Ebenfalls praktisch: Die Kamera lĂ€sst sich auch mit handelsĂŒblichen AA-Batterien betreiben. Allerdings fĂ€llt das GehĂ€use im Vergleich recht groß aus.

Die Yakumo Mega-Image 85D ist die gĂŒnstigste Kamera im Test. Sie bietet ebenfalls ein großes GehĂ€use, dem man den niedrigen Preis ansieht. Zu beanstanden haben wir das mit 1,6 Zoll winzige Display und die teils ungĂŒnstig an der Kameraseite positionierten Bedienelemente. Auch die Ausstattung ist mager. Trotzdem: Selbst anspruchsvolle Fotografen haben dank der vielen manuellen Einstellmöglichkeiten und guter BildqualitĂ€t mit der 85D ihren Spaß.

Mit vier AA-Batterien oder Akkus arbeitet die Olympus SP-500UZ. Neben dem internen zehn Megabyte großen Speicher gibt es ein seitliches separates Fach fĂŒr eine xD-Picture-Card. Das KunststoffgehĂ€use macht auf uns allerdings einen billigen Eindruck.

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