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TV+: Apple braucht Inhalte aus Europa

30.09.2019 | 15:55 Uhr |

Apples neuer Streamingdienst Apple TV+ startet bald. Um auch dauerhauft in Europa eine Rolle zu spielen, muss der Konzern europäische Inhalte in sein Programm aufnehmen. Das besagt eine Verordnung der EU.

Im November startet der Streamingdienst Apple TV+ in über 100 Ländern, darunter auch viele in Europa. Der Dienst ist mit rund fünf Euro im Monat günstiger als die meisten Konkurrenzangebote, startet aber auch einem deutlichen kleineren Angebot an Inhalten. Anbieter wie Netflix und Amazon Prime, die schon seit Jahren auf dem Streaming-Markt aktiv sind, haben bereits ein großes Portfolio an Eigenproduktionen, zusätzlich zu den tausenden lizenzierten Inhalten.

Apple TV+ startet mit einigen wenigen Eigenproduktionen und lizenzierten Inhalten und wird das Angebot dann zunehmend ausbauen. Damit der Dienst aber auch in Europa den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, wird Apple mehr Inhalte aus Europa anbieten müssen. Denn die EU plant eine Quote für Streaming-Anbieter einzuführen. Ab 2020 sollen mindestens 30 Prozent der Sendungen aus Europa stammen. Über das Vorhaben haben wir bereits berichtet. Den Branchenführern Netflix und Amazon Prime wird das wahrscheinlich nicht schwerfallen, da laut Variety ihr Angebot in Europa bereits heute die 30-Prozent-Quote fast erfüllt.

Um den Vorgaben genügen zu können, soll Apple bereits mit europäischen Produzenten im Gespräch sein, berichtet Variety weiter. Darunter für den Thriller "Faceless" aus Frankreich und Großbritannien, sowie mehreren anderen europäischen Produktionen. Apples Vorteil: Bei einem kleineren Portfolio an Angeboten ist es einfacher, einen Anteil von 30 Prozent zu erreichen. Apple kann so bereits von Anfang an darauf achten, genügend europäische Inhalte ins Angebot zu nehmen.

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