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"Ted Lasso" im Nielsen-Rating - Neue Science Fiction "Invasion" bei Apple TV+

22.10.2021 | 08:50 Uhr | Peter Müller

Apple TV+ gewinnt immer mehr an Relevanz – und investiert 200 Millionen US-Dollar in eine einzige neue Serie.

Die Analysten von Nielsen nehmen nun auch Inhalte von Apple TV+ in ihre wöchentlichen Streamingcharts auf . In der Woche vom 20. bis 26. September, der nach den Emmys, konnte sich "Ted Lasso", das den Fernsehpreis als beste Comedy-Serie bekam, auf dem fünften Platz einordnen, mit akkumulierten 509 Millionen Minuten, die Zuschauer mit der Show verbracht hatten. Netflix dominiert die Charts, in denen auch Inhalte von Disney+, Hulu und anderen Streamern auftauchen. Einsam an der Spitze thront "Squid Game" mit 1,9 Milliarden kumulierten Minuten. Apple nennt wie auch andere Streaminganbieter selbst keine Daten, erwähnte nur, das "Ted Lasso" von der ersten zur zweiten Staffel seine Zuschauerzahlen versechsfacht hat.

Nächster Blockbuster startet – mit Blockbuster-Budget

Zu gerne würde man aber wissen, wie all die anderen Serien von Apple TV+ beim Publikum ankommen. Für Apple offensichtlich zufriedenstellend genug, von den bisher gelaufenen Serien ohne klaren Abschluss ("Defending Jacob") hat bisher nur "Her Voice" keine weiteren Staffeln bekommen.

Indes werden die Projekte immer ambitionierter: "The Morning Show" nähert sich in seiner zweiten Staffel unaufhaltsam dem Ausbruch der Corona-Pandemie und dem beginnenden Präsidentschaftswahlkampf mit all ihren Verwerfungen. "Foundation" will etwas frei nach Isaac Asimov vom Fall eines galaktischen Imperiums und dem Wiederaufstieg aus Ruinen in bis zu acht Staffeln erzählen und nun startet die nächste Science-Fiction-Serie nach großem Vorbild. "Invasion" lehnt sich an H.G. Wells "Krieg der Welten" an und ist ab heute mit den ersten drei Folgen im Stream zu sehen, sieben weitere sollen wöchentlich folgen. Die Episoden spielen auf fünf Kontinenten, der Cast ist recht prominent besetzt, etwa mit Sam Neill ("Jurassic Park") als Sheriff, der erste Spuren der Außerirdischen entdeckt. 200 Millionen US-Dollar soll Apple für die Produktion der Serie ausgegeben haben.

Das ist beinahe ein Blockbuster-Budget. Man darf aber nicht erwarten, dass "Invasion" eine ähnliche Panik verbreitet wie Orson Welles' Adaption des Werkes . Im Jahr 1938, als der britische Regisseur und Schauspieler das Hörspiel nach dem Roman wie eine authentische Reportage aufzog, war das Massenmedium Radio Quasi-Monopolist, in New York und New Jersey, wo die Aliens angeblich gelandet waren, konnten viele Hörer die Fiktion nicht von der Realität unterscheiden.

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