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Klage gegen Apple: Telegram soll verschwinden

18.01.2021 | 12:25 Uhr | Peter Müller

Nicht nur Parler dient Rechtsradikalen zur Vernetzung, auch Telegram ist von Extremisten bestimmt. Apple soll Maßnahmen ergreifen, fordert eine Klage.

Apple wird kritisiert, die App Parler, über die sich vor allem Rechtsradikale organisieren und ihren Umsturzphantasien hingeben, aus dem App Store genommen zu haben. Anderen ist das zu wenig, denn auch in der App Telegramm blühen Hass und Hetze, diese ist aber nach wie vor über den App Store erhältlich.

Am Sonntag hat daher nach einem Bericht von Apple Insider die "Coalition for a Safer Web" (CSW) mit ihrem Botschafter Marc Ginsberg Apple diesbezüglich am Gericht von Nordkalifornien verklagt. Telegram lasse sich weiter im App Store laden "trotz Apples Wissen, dass Telegram zur Einschüchterung, Bedrohung und Nötigung von Mitgliedern der Öffentlichkeit verwendet wird." Ginsberg habe Apple-CEO Tim Cook bereits im vergangenen Juli in einem Brief darauf hingewiesen, Telegram betreibe "extremistische Gewalt" und sollte daher keine Plattform mehr bekommen. Die CSW betrachtet Telegram als "Kommunikationskanal für die russische Regierung und angeschlossene neonazistische und nationalistische Gruppen, die Fehlinformationen und rassistische Spaltung in den Vereinigten Staaten und in Europa säen." Die Klage werde Apple nun zwingen, Telgram genauer auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen des App Stores zu überprüfen und womöglich ähnliche Maßnahmen wie gegen Parler zu ergreifen.

Die CSW sieht sich als "überparteiliche Non-Profit-Organisation", die sich zum Ziel gesetzt hat, terroristische Inhalte aus sozialen Medien zu verbannen.

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