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Telekom bietet Corona-Tracker für Betriebe

08.03.2021 | 13:07 Uhr | René Resch

Die Deutsche Telekom hat in Kooperation mit Kinexon ein Corona-Kontakt- und Warnsystem für Betriebe vorgestellt.

Die Deutsche Telekom hat ein Corona-Warn- und Kontaktverfolgungssystem für Unternehmen und Betriebe entwickelt. Die Telekom liefert in Kooperation mit einem Partner-Unternehmen die App sowie die dazugehörige Hardware. Das berichtet die Welt am Sonntag.

Das System wurde gemeinsam mit dem Münchner Start-up Kinexon entwickelt. Es soll dem Gesundheitsschutz dienen und die Corona-Kontaktverfolgung dort ermöglichen, wo Smartphones mit entsprechenden Apps nicht eingesetzt werden können - etwa in Unternehmen und auf Veranstaltungen.

System wurde auf Eishockey-Spiel getestet

Dabei wird ein 14 Gramm schwerer Tracker mit dem Namen "Safetag" eingesetzt, der in einem Armband, Clip oder auch am Hals getragen werden kann. Er soll Unternehmen, Betrieben und Event-Veranstaltern angeboten werden. Getestet wurde das System zuletzt bei einem Eishockey-Spiel der Eisbären Berlin gegen die Grizzlys Wolfsburg.

Laut der Telekom und Kinexon sei es gerade in der Enge von Veranstaltungen sowie in Sportstätten für Event-Mitarbeiter schwierig, den erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Gleiches gelte für die produzierende Wirtschaft. Mitarbeiter vieler Betriebe müssen vor Dienstbeginn ihr Smartphone aus Arbeitsschutz- oder Datenschutzgründen einschließen. Und auch in der Forschung und Entwicklung sind Smartphones meist verboten. So lässt sich dann nicht mehr festhalten, welche Mitarbeiter sich zu nahe beieinander aufgehalten haben und sich unter Umständen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten.

Warnungen erhalten Mitarbeiter über die App

Die Lösung von Telekom und Kinexon ist ein Echtzeit-Warnsystem. Der Tracker kann auf zehn Zentimeter genau messen, ohne dabei den tatsächlichen Standort des Nutzers aufzuzeichnen. Als Funkstandard kommt Ultra-Breitband zum Einsatz. Wenn zwei Tracker sich zu nahe kommen, blinkt das Gerät rot. Mitarbeiter haben dann die Möglichkeit Ihren Abstand zu vergrößern. Wenn dies nicht innerhalb von fünf Sekunden passiere, sendet der Tracker ein akustisches Signal.

Die App bietet einen weiteren Vorteil. So wird vor Dienstbeginn mit der App auf dem Handy ein QR-Code auf dem Tracker gescannt und so mit dem Smartphone verbunden. Innerhalb der App können positive Corona-Tests eingegeben werden. Alle Risikokontakte erhalten dann eine Nachricht über die App und können sich testen lassen. Das System arbeitet anonym - wer sich letztendlich infiziert hat, erfahren die Mitarbeiter durch die App nicht. Die Tags werden nach Dienstende in Ladestationen aufbewahrt und die Verbindung zum Smartphone getrennt. Zudem sind diese nicht personalisiert.

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