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Thema der Woche 19/09: Tipps zu iLife 09

09.05.2009 | 00:00 Uhr

Richtig n√ľtzlich sind die Neuerungen sowie die bisherigen Funktionen von iPhoto erst, wenn man sie effektiv anwenden kann. Hierzu gibt es einige Tricks und Tastenkombinationen:

Tipp 1 Die Kartendarstellung unter Orte verwendet Google Maps. Doch per Scrollrad der Maus beziehungsweise der Multi-Touch-Funktion neuerer Macbooks lässt sich die Ansicht der Karte nicht zoomen. Mit einem kleinen Terminalbefehl lässt sich diese Funktion indes freischalten. Dazu öffnet man Terminal und gibt folgenden Befehl ein:

Defaults write com.apple.iphoto MapScrollWheel -bool YES

Möchte man die Zoomfunktion wieder deaktivieren, gibt man den Befehl erneut ein, jedoch mit "NO" statt "YES" am Ende.

Tipp 2 Man kann alle Fotos eines Ereignisses einem Ort zuweisen, indem man auf das Info-Icon des Ereignisses klickt und dort unter "Ereignisort eingeben" den entsprechenden Ort angibt. Das funktioniert √ľbrigens auch, wenn man mehrere Bilder ausgew√§hlt hat - auch wenn in diesem Fall die Schaltfl√§che "Einem Foto zuweisen" hei√üt. √úbrigens: Weist man per iPhoto einem Foto einen Ort zu, geschieht dies ohne H√∂henangabe (Altitude).

Tipp 3 Es passiert leicht, dass man einen neuen Ort angeben m√∂chte und so versehentlich eine vorhandene Ortsmarke √§ndert. Daher empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Zun√§chst weist man dem gesamten Ereignis einen Ort zu, der auf die meisten Fotos zutrifft. Dann w√§hlt man einzelne oder mehrere Fotos aus, denen man andere Orte zuweisen m√∂chte. Die genaue Position muss man manuell setzen, man klickt also auf das Info-Icon des Fotos und gibt einen neuen Ort an. iPhoto √∂ffnet das Fenster "Meine Orte verwalten". Hier klickt man "Stecknadel setzen", ein neuer Ort wird angelegt, den man benennt. Anschlie√üend verschiebt man die markierte Stecknadel zu dem gew√ľnschten Punkt auf der Landkarte und klickt auf die Schaltfl√§che "Fertig".

Tipp 4 M√∂chte man Fotos beispielsweise mithilfe von GPS Photo Linker mit Ortsinformationen versehen, k√∂nnte man einfach die Fotos aus einer iPhoto-Bibliothek in das entsprechende Fenster von GPS Photo Linker ziehen. Doch nach erfolgreichem Zuf√ľgen der Ortsinformationen zeigt iPhoto diese nicht an. Hier hilft nur, die Fotos vor dem Import zu iPhoto mit den Informationen zu versehen.

Tipp 5 In unseren Praxistests mit Fotos, die vor dem Import in iPhoto mit Geodaten versehen wurden, haben wir bei einigen Fotos ein kurioses Problem festgestellt: Zu Beginn unserer Teststrecke, recht zentral in M√ľnchen, erkennt iPhoto noch den Ort als M√ľnchen. Bereits drei Kilometer weiter an der Isar wei√ü iPhoto immerhin noch, dass es sich um einen Ort irgendwo in Bayern handelt. In M√ľnchen-Riem angekommen hat iPhoto g√§nzlich die Orientierung verloren und erkennt gar keinen Ort mehr ‚Äď obwohl die Stecknadel punktgenau auf der Landkarte steckt. Auch die zuvor von GPS Photo Linker zugef√ľgten Ortsbeschreibungen werden nicht ber√ľcksichtigt. Damit iPhoto den Ortsnamen zu den Geodaten findet, hilft es, die Dateizugriffsrechte der iPhoto-Bibliothek zu reparieren. Das geht so: Man startet iPhoto mit gedr√ľckten Tasten Wahl-Befehl und w√§hlt die vorletzte Checkbox im erscheinenden Dialogfenster an.

Tipp 6 Eine sehr schnelle M√∂glichkeit, Fotos mit Ortsinformationen zu versehen, bietet die kostenlose Anwendung Geotagger (auf CD dieser Ausgabe). Man sucht den gew√ľnschten Ort auf Google Earth (mindestens Version 4) und zieht einfach die gew√ľnschten Fotos auf das Programm-Icon von Geotagger. Wie bei iPhoto ist auch hier die Einschr√§nkung, dass H√∂henangaben (Altitude) nicht mit angegeben werden. Und wie bei allen Fotos, die man nicht mit iPhoto taggt, gilt auch hier: Erst taggen, dann in iPhoto importieren.

Tipp 7 Und noch eine schnelle M√∂glichkeit gibt es als Alternative zu Tipp 6. Man √∂ffnet das Programm My Tracks (auf CD dieser Ausgabe), doppelklickt auf der Karte den gew√ľnschten Ort und zieht die gew√ľnschten Fotos vom Finder-Ordner einfach auf die Karte. Ein Dialogfenster erscheint, in dem man die Option "Die Fotodateien mit den Koordinaten der Kartenmitte versehen" w√§hlt und mit OK best√§tigt. Die Ortsinformationen werden sodann in die Exif-Infos der Fotos geschrieben.

Tipp 8 Wer h√§tte vor ein paar Jahren schon ahnen k√∂nnen, dass man seine Aufnahmeorte nach Geodaten sortiert. Wer also bisher brav die Ortsnamen als Schlagw√∂rter vergeben hat, kann mithilfe eines intelligenten Ordners schnell herausfinden, welche Orte noch nicht mit Geodaten versehen sind. Dazu erstellt man einen intelligenten Ordner mit folgenden Kriterien: "Ort > enth√§lt nicht", und l√§sst das Textfeld leer. So werden alle Fotos gefunden, die noch keine Geoinformationen haben. Die Suche grenzt man nun ein mit "Schlagwort > ist" und dem Namen des Ortes. Will man nun allen gefundenen Orten die Geodaten zuweisen, markiert man sie mit Befehl-A und f√ľgt einem beliebigen Foto den Ort zu ‚Äď alle anderen Fotos erhalten dann ebenfalls die Ortsinformationen.

Tipp 9 Auch in Raw-Dateien lassen sich Geodaten einf√ľgen, bei unseren Tests mit Rohdaten g√§ngiger DSLR-Kameras haben wir keine Probleme gehabt (GPS Photo Linker, My Tracks und Geotagger). Sollte ein Raw-Format nicht unterst√ľtzt werden, kann man es zuvor in das .DNG-Format wandeln. iPhoto zeigt Geodaten in Raw-Bildern an, Probleme gibt es hier allerdings bei Aperture.

Tipp 10 Das iPhone 3G besitzt einen GPS-Empf√§nger und eignet sich mit entsprechenden Zusatzprogrammen auch als Geotagger. Wer also eine anst√§ndige Digitalkamera statt der von iPhoto verwenden will, kann die mit dem iPhone aufgenommene Geodaten sp√§ter am Mac den Fotos zuf√ľgen. Eine App dazu ist beispielsweise Trails. mas

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