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Thema der Woche 30/09: Tipps und Tricks für Photoshop

25.07.2009 | 00:00 Uhr

Die Abkürzung DIN steht für "Deutsches Institut für Normung e.V." Im Jahr 1936 legte der deutsche Normenausschuss DIN 1451 als Standardschrift für die Bereiche Technik, Verkehr, Verwaltung und Wirtschaft fest. Die Schrift wurde für deutsche Straßenschilder und Hausnummern benutzt. Der Ausschuss wollte eine serifenlose Schrift, weil man die Ansicht vertrat, dass diese besser lesbar, eindeutig und einfach zu vervielfältigen sei. Für Werbung und andere "kunstbeeinflusste Zwecke" war diese Schrift nicht vorgesehen.

Da die Originale DIN 1451 Engschrift und Mittelschrift von Ingenieuren entworfen wurden, sind deren Buchstaben sorgfältig geplant. Dies ist ein eher ungewöhnlicher Ursprung, wenn man bedenkt, wie die meisten Schriften entstanden sind. Jeder Buchstabe wurde präzise gezeichnet, so wie ein Architekt Baupläne für sein Gebäude skizziert. Ziel war es hierbei, die Schrift in allen Größen einfach und maschinell vervielfältigen zu können.

Auch Schablonensätze wurden von der DIN 1451 angefertigt, die auf den Schreibtischen von deutschen Architekten und Ingenieuren mitunter heute noch zu finden sind. Bei der Erstellung offizieller Pläne werden die Beschriftungen mit einem Rapidograph und ebendiesen Schablonen angefertigt. Man könnte sich vorstellen, dass das Ergebnis eher unordentlich aussieht. Aber den meisten deutschen Ingenieuren gelingt auch mit dieser Technik ein klares, übersichtliches Schriftbild.

Nachdem DIN 1451 auf allen deutschen Straßenschildern, Ortschaftsbezeichnungen und Richtungsweisern zu sehen war, bekam sie genug Popularität, um auch für Designer und die Werbebranche interessant zu werden. So wurde eine digitale Version von DIN 1451 geschaffen und auch im Ausland verwendet, was die weltweite Reputation der Schrift stärkte.

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