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Thunderbolt 5 durchgesickert: 80 Gbps und USB-C

02.08.2021 | 13:30 Uhr | Halyna Kubiv

Intel bereitet die nächste Generation von Thunderbolt vor, etwas ungewollt sind die ersten Spezifikationen durchgesickert.

Etwas ungewollt hat Intels Vice President of Client Computing Group Gregory M. Bryant in einem Tweet einige Spezifikationen des kommenden Standards Thunderbolt 5 verraten. Bryant ist gerade auf einer Reise durch Intels Forschungslabore, in Israel hat der Mann Einblicke in Tunderbolts-Labor gepostet, auf einem bereits gelöschten Bild findet sich ein Plakat mit den aktuellsten Ergebnissen. Anandtech hat als Erstes das gesicherte Bild analysiert .

Das bereits gelöschte Bild aus einem Tweet vom Intel-Verantwortlichen.
Vergrößern Das bereits gelöschte Bild aus einem Tweet vom Intel-Verantwortlichen.
© Anandtech

Darin starren zwei Männer auf den Monitor mit Testergebnissen, das Labor hat jedoch auf einem Poster die bisherigen Erfolge festgehalten. Demnach wird Thunderbolt 5 die bestehende Infrastruktur mit USB-C-Anschlüssen unterstützen, anscheinend wird der neue Standard die Übertragungsraten bis zu 80 Gigabyte pro Sekunde anpeilen – beim aktuellen Thunderbolt 4 ist bei 40 Gbps Schluss. Dafür verwendet Intel "a new PHY" Technologie, laut Anandtech eine physikalische Schicht, um diese Übertragungsraten zu erreichen. Noch eine kryptische Abkürzung findet sich auf dem Poster – PAM-3. Die Autoren bei Anandtech interpretieren diese als Pulsamplitudemodulation, ein analoges Modulationsverfahren. Während die gesamte Kommunikation per Kabel auf Modulation beruht: Das Signal ändert sich, je nachdem welche Inhalte übertragen werden. Die Drei beim Akronym bedeutet, dass dieses Modulationsverfahren beim Kodieren und Dekodieren nicht zwei, sondern drei Einheiten, also Bits benutzt, in etwa statt 1 und 0 dann 1, 0 und -1. Daraus resultiert der größte Vorteil des Verfahrens: Mehr Bits in einem Durchsatz bedeutet automatisch, das Verfahren soll theoretisch um Faktor 1,5-mal höhere Datengeschwindigkeiten erlauben, als die klassischen zwei Bits.

Intel hat erst vor einem Jahr den Nachfolger von Thunderbolt 3, den Thunderbolt 4 vorgestellt. Ganz passend für Apple, denn der Mac-Hersteller stattet nun alle Macs mit dem M1-Chip mit dem Anschluss Thunderbold / USB 4 aus.

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