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Tiger, iMac G5 und ein kranker CEO

24.01.2009 | 00:00 Uhr

Tiger, iMac G5 und ein kranker CEO

15 Zoll ist von gestern, 24 Zoll von heute, 30 Zoll von morgen?
Vergrößern 15 Zoll ist von gestern, 24 Zoll von heute, 30 Zoll von morgen?

Ende August 2004 ließ sich Jobs erstmals auf einer Keynote vertreten, wie viereinhalb Jahre später von Phil Schiller. Dem Vizepräsidenten für weltweites Marketing blieb es vorbehalten, die Rechnerinnovation des Jahres auf der Apple Expo in Paris vorzustellen. Der iMac G5 erblickte das Licht der Welt und sah etwa so aus, wie sich die Szene schon den iMac G4 vorgestellt hatte. Keine Halbkugel mehr, in denen die Bauteile waagerecht lagerten, sondern einfach nur ein Flachbildschirm, hinter dem vertikal Festplatte, Laufwerk, Motherboard und alles andere angeordnet war. Bewusst zog Apple einen Zusammenhang zu seinem höchst erfolgreichen Mediaplayer, der neue iMac stamme "von den Designern des iPod". Das All-in-One-Konzept sei weiterhin sehr erfolgreich, weshalb man nicht davon ablassen wollte und etwa einen kleinen, kompakten und preisgünstigen Mac ohne Monitor an Stelle des iMac setzten wollte. Bis 2004 hat Apple 7,5 Millionen iMacs und eMacs verkauft. Nur 15 Minuten brauchte Phil Schiller für die Präsentation des iMac G5, der zunächst in den beiden Größen 17 Zoll und 20 Zoll erhältlich war, ein 24-Zoll-Modell sollte später folgen.

Das fünfte Update, eine weitere Raubkatze nach Cheetah, Puma, Jaguar und Panther
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Wesentlich mehr Zeit verbrachte Apples Marketingleiter mit der Präsentation von Mac-OS X 10.4 Tiger, die Steve Jobs so ähnlich schon im Frühsommer auf der WWDC gehalten hatte. Wir erinnern uns: "This will keep Redmond busy". Mit dem Tiger wird Mac-OS X langsam erwachsen. Die Originalfassung Mac-OS X 10.0 aus dem Frühjahr 2001 war noch ein wenig schwach auf der Brust und fehleranfällig, das Update auf Version 10.1 hatte es im Sommer dafür kostenlos, respektive gegen eine Bearbeitungsgebühr, gegeben. Einen Sommer darauf folgte mit Mac-OS X 10.2 Jaguar das erste System, das auch offiziell einen Tiernamen trug und rund 130 Euro kostete. Erstmals legten die Entwickler mehr Wert auf neue Funktionen und mussten sich weniger auf Bugfixing und Optimierung kümmern. Immer noch recht kurz danach, nämlich auf den Tag genau 14 Monate später, kam am 24. Oktober 2003 schließlich Mac-OS X 10.3 Panther in den Handel. Bis zum Tiger-Update verlängerte sich der Zeitraum zwischen zwei Mac-OS-X-Versionen deutlich, klar, die Beibehaltung des 14-Monats-Taktes hätte den Erstverkaufstag 24. Dezember 2004 erfordert.

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