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Tiktok bekommt eine weitere Woche Galgenfrist

26.11.2020 | 11:23 Uhr | Peter Müller

Die US-Regierung verlängert die Frist, zu der Tiktok zu seinem US-Geschäft einheimischen Firmen Zugang gewähren muss.

Der Präsident ist abgewählt, sein Nachfolger Joe Biden wird aber erst am 20. Januar vereidigt. Zwar besteht die Hoffnung, dass vieles anders und besser wird, aber eben nicht alles. Chaos anzurichten geht immer schneller, als einen Scherbenhaufen zusammenzukehren und das zerschlagene Porzellan zu kitten oder zu ersetzen.

So braucht sich Bytedance, der Anbieter des Dienstes Tiktok, keinen Illusionen hingeben, dass die USA die Entscheidung revidieren, den Datenstaubsauger zumindest auf ihrem Territorium unter Kontrolle bringen zu wollen. Immerhin hat die noch amtierende Regierung die Frist noch einmal um sieben Tage verlängert: Bisher war der Stichtag, an dem Tiktok sein US-Geschäft unter US-amerikanische Kontrolle geben müsste, um nicht im Land verboten zu werden, der 27. November, Freitag dieser Woche.

Nun sollen die Gespräche über einen Verkauf am 4. Dezember abgeschlossen sein, mit Walmart und Oracle sind Verhandlungen über die Ausgliederung des US-Geschäfts in eine neue Firma namens Tiktok Global schon recht weit vorangeschritten. Bytedance habe laut der Nachrichtenagentur Reuters aber auch noch einen anderen Vorschlag unterbreitet, um den Bedenken der Behörden entgegenzukommen.

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