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Tim Cook äußert sich zu Corona-Virus und "Friends"

27.02.2020 | 10:42 Uhr | Thomas Hartmann

Bei der alljährlichen Aktionärsversammlung in Cupertino sprachen Apple-Chef Tim Cook und andere Konzernmanager über Themen der Gegenwart wie der Zukunft, darunter die aktuelle Produktionslage.

Die diesjährige Apple-Aktionärsversammlung fand statt im Steve-Jobs-Theater im neuen Apple Park-Campus. Informationen dazu erhielt man aus der begrenzten Teilnehmerzahl per Twitter, wie Macrumors berichtet . Unter anderem sprach Tim Cook über den Ausbruch des Corona-Virus und die geringere zu erwartende Ertragslage zunächst im März, da es Produktionsausfälle und Schließungen von Stores in China gebe. Dies habe eine ”ziemlich dynamische Situation” geschaffen und stelle eine Herausforderung für Apple dar. Die Priorität liege aber auf der Gesundheit und Sicherheit der eigenen Mitarbeitenden – ”dort stecken wir im Moment unsere Energien hinein”, sagte der Apple-CEO.

Weiterhin bestätigte Cook den Anspruch von Apple TV+, nicht eine Art HBO Max mit einem umfassenden Angebot zu werden und Serien wie "Friends" zu ”recyceln”, sondern eigene Originalserien zu schaffen. Sonst würde es sich nicht richtig für Apple anfühlen.

Ferner bestätigte er, dass in Indien noch in diesem Jahr ein Online-Store eröffnen soll und im Jahr 2021 ein Ladengeschäft – Apple arbeitet schon seit Jahren daran, die eigene Präsenz in Indien zu etablieren.

Weitere Themen waren eine umweltgerechte und energieschonende Produktion der eigenen Produkte. Man wolle herstellen, ohne irgendetwas von der Erde wegzunehmen, so Cook.

Andere Manager von Apple sprachen ebenfalls vor der Versammlung, darunter Software-Chef Drake Craig Federighi, der meinte, wenn man das iPadOS bisher schon mag, solle man gespannt sein darauf, was damit noch kommen werde, woran man bereits arbeite.

Einige Anträge von Aktionären wurden von Apple abgelehnt, darunter ein Vorschlag, dass Apple darüber öffentlich berichten sollte, inwiefern es die Meinungsfreiheit als Menschenrecht respektiere – dies zielte offenbar auf die Situation in China, wo Apple einige Kompromisse macht, um die eigenen Produkte und Services dort anbieten zu können. Nach Angaben von "Reuters" fand dieser Vorschlag in den letzten Jahren nur wenig Resonanz unter den Aktionären. Gestern wurde er zwar wieder abgelehnt, die Stimmen haben aber nur knapp nicht gereicht (rund 40 Prozent dafür). So kann Apple das Thema nicht mehr ignorieren und muss sich damit auseinandersetzen.

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