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Tim Cook präsentiert neues Video zum Thema Datenschutz

15.06.2021 | 13:30 Uhr | Stephan Wiesend

In einem neuen Video stellt Apples CEO Tim Cook Apples die kommenden Datenschutzfunktionen von iOS und macOS vor.

Apple betont immer wieder, wie wichtig Datenschutz und Privatsphäre für das Unternehmen sind und verspricht, seine Nutzer besser vor Datenhändlern und Adtrackern schützen. Wie ernst dies gemeint ist, bestätigt ein neu auf Youtube veröffentlichtes Video, in dem Apple die wichtigsten kommenden Datenschutzfunktionen von iOS 15 und macOS Monterey erklärt – zwar in Englisch, aber mit deutschen Untertiteln. Das etwas über sechs Minuten lange Video präsentiert Apples CEO Tim Cook, der sich hier auch direkt an die europäischen Nutzer wendet, für die Datenschutz Priorität habe. Die Erklärung der neuen Funktionen übernimmt dann der für die Software-Entwicklung zuständige Craig Federighi und seine Mitarbeiter Katie Skinner (User Privacy Software) und Erik Neuenschwander (Director User Privacy).

Apple Mail wird besser geschützt

Zu den neuen Funktionen gehört die Funktion Mail Privacy Protection (E-Mail-Datenschutz), die verhindert, dass ein Nutzer per E-Mail ausspioniert werden kann. Die neue Funktion verhindert, dass ein E-Mail-Versender und potenzieller Spammer über das Öffnen sowie IP-Adresse und Standort einer E-Mail informiert wird.

Datenschutzbericht sorgt für Transparenz

Auch Safari wird besser vor dem sogenannten Tracking geschützt und profitiert von der neuen Funktion App Privacy Report, einem Datenschutzbericht. In einer neuen Systemeinstellung unter Privatsphäre kann ein Anwender auflisten, welche Datenzugriffe über Apps erfolgt sind: Etwa ob und wie oft eine neue App auf ihre Standortdaten oder Adressdaten zugegriffen hat und wann und wie oft sie für sie freigegebenen Funktionen wie Kamera und Mikrofon genutzt hat.

Mehr Siri-Funktionen direkt auf dem Gerät

Eine weitere wichtige Neuerung, die für mehr Datenschutz sorgen wird: Durch die verbesserte Leistungsfähigkeit neuerer Geräte erfolgt die Spracherkennung direkt auf dem Gerät  – On-Device-Spracherkennung genannt . Ungewollte Tonaufnahmen waren eine der größten Bedenken von Nutzern, eine Verarbeitung der Siri-Befehle auf Apple-Servern ist aber nun nicht mehr nötig. Davon profitiere nebenbei auch die Reaktionsgeschwindigkeit von Siri, etwa beim Befehlen wie „Öffne Mail" oder „Erstelle einen Termin“.

Hat man letzte Woche die Keynote der WWDC bereits gesehen, erfährt man wenig Neues. Die Funktionen wurden auch schon während der Keynote vorgestellt. Interessant ist aber allein, dass Apple Tim Cook dieses Thema noch einmal so ausführlich präsentieren lässt.

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