2483102

Tinder: Neue Nutzerverifzierung und Panik-Button

24.01.2020 | 16:14 Uhr | Denise Bergert

Das Dating-Portal Tinder führt verifizierte Accounts und einen Panik-Button für Nutzer in den USA ein.

Tinder will, dass sich Nutzer auf dem Dating-Portal sicherer fühlen und führt dazu in dieser Woche drei neue Sicherheitsfeatures ein. Damit es beim ersten Treffen keine bösen Überraschungen mehr gibt, weil das Gegenüber nicht viel mit seinem Tinder-Profilbild gemein hat, gibt es bei Tinder nun verifizierte Profile, die als Kennzeichnung mit einem blauen Haken versehen sind. Diese Funktion soll sicherstellen, dass Nutzer keine Profilbilder von Fremden verwenden, um eine höhere Chance auf Matches zu bekommen.

Für die Foto-Verifizierung müssen Mitglieder in Echtzeit ein Selfie mit einer Pose aufnehmen, die auf einem Beispielbild von einem Model gezeigt wird. Das Ergebnis wird dann an das Tinder-Community-Team gesendet. Die Mitarbeiter prüfen dann händisch, ob die Pose auf dem Profilbild mit dem Beispielbild übereinstimmt. Diesen Überprüfungsschritt soll in Zukunft eine KI übernehmen. Wurde das Profil von Tinder bestätigt, bekommt es ein blaues Haken-Icon. Andere Nutzer können auf diese Weise sicher sein, dass sie kein Date mit einem Fake-Profil vereinbaren. Die neue Profil-Verifikation soll in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach für alle Nutzer weltweit ausgeliefert werden.

Für ausgewählte Länder rollt Tinder außerdem eine neue Funktion für beleidigende Nachrichten aus. Eine KI überprüft dabei den Nachrichtenverkehr der Nutzer und weist sie darauf hin, wenn sie gerade dabei sind, eine Beleidigung abzuschicken. Dieser Schritt kann dann für den Verfasser auf Wunsch rückgängig gemacht werden. Der Nachrichtenempfänger kann zudem Nachrichten für Tinder kennzeichnen, die er als beleidigend oder anzüglich empfunden hat. In welchen Ländern dieses Feature verfügbar sein wird, ist nicht bekannt.

Die dritte Neuerung richtet sich speziell an Tinder-Nutzer aus den USA. In Kooperation mit der Sicherheits-App Noonlight koppelt sich Tinder mit dem Dienst. Nutzer können hier hinterlegen, wann und wo sie sich mit wem treffen wollen. Wird das Date gefährlich, können sie einen Notruf-Button in der Noonlight-App betätigen. Daraufhin wird der Notruf gewählt. Der Prozess lässt sich dann nur noch über einen PIN-Code abbrechen. Das soll verhindern, dass der Angreifer den Hilferuf unterbindet.

In einem neuen Safety Center können sich Tinder-Nutzer außerdem ausführlich Tipps und Tools zum Thema Online Dating anschauen. Wer seinen Tinder-Account mit Noonlight verbindet, kann das auf Wunsch auch als Icon in seinem Tinder-Profil anzeigen. Das soll laut den Machern auf mögliche Kriminelle abschreckend wirken. Einen entsprechenden Notruf und ein Safety-Center gibt es beispielsweise auch beim Fahrdienstleister Uber seit 2018.

Tinder umgeht Provisionszahlung im Play Store

Macwelt Marktplatz

2483102