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Todespillen aus dem Internet

19.04.2001 | 00:00 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt gegen
einen Studenten aus Freising, der Lebensmüden über das Internet
Medikamente für deren Freitod angeboten hat.

Es sei noch offen, ob es durch den illegalen Handel des 25-
Jährigen tatsächlich zu Selbstmorden gekommen sei, sagte
Oberstaatsanwalt Helmut Kober am Donnerstag auf Anfrage.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der Student unter dem
Decknamen «Albert Einstein» auf seiner Internet-Homepage für 800 Mark
plus 20 Mark Versandkosten ein Schlafmittel angeboten haben, das bei
einer Dosis zwischen drei und sieben Gramm tödlich wirkt. Die
Staatsanwaltschaft beschlagnahmte nach einer Hausdurchsuchung den
Computer des Studenten.

Auf der inzwischen nicht mehr vorhandenen Homepage sollen
Anwendungen für den Selbstmord zu lesen und Fotos von Toten zu sehen
gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Erkenntnis, über
wen der 25-Jährige das verschreibungspflichtige Schlafmittel in
größeren Mengen bezog.
dpa

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