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Tom Hanks über "Greyhound"-Premiere auf Apple TV+ nicht glücklich

07.07.2020 | 08:09 Uhr | Peter Müller

"Greyhound" sei sein Werk von zehn Jahren und für große Leinwände und gute Surround-Sound-Anlagen bestimmt.

Premiere: Ursprünglich für die zweite Juni-Hälfte und das Kino geplant, kommt das Weltkriegs-Drama "Greyhound" von und mit Tom Hanks am Freitag dieser Woche in das Streamingprogramm von Apple TV+ . Die Pandemie bringt einiges durcheinander, die Strategien der Studios sind auch unterschiedlich. "Trolls Worldtour" etwa kam ohne den Umweg über das Kino zu nehmen direkt zum Verleih auf die üblichen Plattformen, der 25ste Bond "No Time to Die" hätte im April Premiere haben sollen – diese wurde bis auf Weiteres verschoben. "Greyhound" hingegen hat nun Apple eingekauft, was das Programm von Apple TV+ gewiss aufwertet, aber den Produzenten und Hauptdarsteller ein wenig verärgert.

Im Interview mit dem britischen Guardian macht der Oscar-Preisträger seinem Unmut denn auch Luft. Das Werk, an dem er zehn Jahre arbeitete, sei eines für die große Leinwand, Bild- und Tonqualität des Streamings seien nicht ausreichend. Der Film und das Buch dazu waren demnach ein Herzblut-Angelegenheit für Hanks: "Mein Ego konnte sich voll ausleben, und das in einem Film!" Aber er wolle solchen Äußerungen seine "Herren" bei Apple nicht verärgern, die auch bestimmt hätten, wie das Videointerview zu führen sei. Denn Cupertino bestand auf einen neutralen Hintergrund und wollte vermeiden, dass die Zuseher lieber darauf achteten, was Tom Hanks da im Bücherregal stehen habe, statt seinen Worten zu folgen. "Als ob ich mich momentan in einem Zeugenschutzprogramm befinden würde, aber da bin ich, beuge mich den Anforderungen von Apple TV." 

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