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Toter nach 22 Jahren gefunden: Mit Google Earth!

13.09.2019 | 10:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

22 Jahre lang lag ein Mann tot in einem Teich. Er galt als vermisst. Jetzt fand man ihn zufällig auf Google Earth.

Der Sheriff von Palm Beach County (Florida) hat eine Meldung getwittert, die es in sich hat. Demnach hat sich ein US-Amerikaner sein ehemaliges Zuhause am Moon Bay Circle in Florida auf Google Earth angeschaut. Dabei entdeckte er, dass in einem Teich am Moon Bay Circle ein weißes Auto lag. Er informierte einen Bewohner am Moon Bay Circle und dieser ließ eine Drohne aufsteigen, um nach dem Auto zu suchen. Nachdem der Hausbewohner auf dem Drohnenbild ebenfalls das weiße Auto im Teich entdeckte, informierte er am 28. August 2019 die Polizei von der Entdeckung.

Die Begutachtung des Autos durch die Beamten vor Ort ergab sofort, dass der Wagen schon lange im Wasser liegen musste. Als der Wagen dann aber aus dem Teich gehoben wurde, fand die Polizei Skelettreste darin. Spurensicherung und Rechtsmediziner untersuchten nun Wagen und Skelettreste.

Am 10. September 2019 gelang es den Forensikexperten dann die Identität des Toten festzustellen. Bei der Leiche handelt sich um Wiliam Moldt. Der Mann wurde seit dem 8. November 1997 vermisst. Er war damals gegen 23 Uhr Ortszeit von einem Nachtclub aufgebrochen und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Moldt hatte aber gegen 21.30 Uhr noch seine Freundin angerufen, dass er bald nach Hause kommen würde. Moldt war bei seinem Verschwinden 40 Jahre alt. Die Fahndung nach ihm verlief damals ergebnislos.

Die Polizei vermutet, dass Moldt auf dem Heimweg vom Nachtclub die Kontrolle über seinen Wagen verlor und in den Teich fuhr.
Das weiße Auto dürfte auf Google Maps seit 2007 sichtbar gewesen sein, doch niemanden fiel es auf.

Auf Google Maps finden Sie hier noch immer das Bild mit dem Auto im Teich.

Die Fundstelle.
Vergrößern Die Fundstelle.
© Google Earth

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