2623297

Transparenzreport: Apple bekommt die meisten Behördenanfragen aus Deutschland

09.11.2021 | 08:50 Uhr | Peter Müller

Auf richterliche Anordnung überreicht Apple Daten von Verdächtigen an Strafverfolger. Die Anfragen sind übers Jahr in den USA stark zurückgegangen, in China passiert das Gegenteil – Deutschland liegt jetzt vorne.

Strafverfolgungsbehörden fragen bei Apple immer wieder nach Daten von Verdächtigen, nach richterlicher Anordnung gibt Apple diese auch heraus. In seinem gestern veröffentlichten Transparenzbericht zu Behördenanfragen erklärt Apple , dass es in der zweiten Jahreshälfte 2020 Anfragen für 83.307 Geräte gegeben habe – im Jahr davor waren es noch doppelt so viele Anfragen. Das überrascht vor allem angesichts der Tatsache, dass 2020 ein Wahljahr war. Facebook, Twitter und andere Plattformen haben jedoch bei der letzten Präsidentschaftswahl weit strengere Maßnahmen gegen die Verbreitung geleakten Materials unternommen als noch 2016.

China legt stark zu

Bei 77 Prozent der Anfragen im zweiten Halbjahr sah Apple ausreichend Grund, der Aufforderung nachzugehen, im Jahr davor waren es noch 80 Prozent. Die meisten Anfragen kamen aus Deutschland, 16.819 Geräte betreffend, vor einem Jahr waren das noch 19.633. In den USA gingen die Anfragen von 80.235 auf 11.581 Geräte und fällt damit auf Platz zwei, im ersten Halbjahr lagen die USA mit 97.739  Anfragen noch vorne. China war Dritter mit 11.372 Geräten, nach starkem Zuwachs von 851 vor einem Jahr.

Anfragen unterschiedlichen Zwecks

Was genau die Behörden wissen möchten, hängt von der Art der Straftat ab, führt Apple aus. Im Falle gestohlener Geräte möchten die Strafverfolger etwa wissen, wann und wo sich die Geräte mit Apple-Services verbinden. Bei Kreditkartenbetrug sind Details zur Transaktion von Interesse, wird eine Apple-ID verdächtigt, in Straftaten verwickelt zu sein, wollen die Behörden wissen, welche Person hinter der ID steckt. Ohne richterliche Anordnung gibt Apple keinerlei Daten weiter.

Macwelt Marktplatz

2623297