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Trotz 16 GB RAM: Apps nutzen beim M1-iPad nur 5 GB

28.05.2021 | 14:47 Uhr | Halyna Kubiv

Mit dem aktuellen iPadOS können die modernen Apps noch nicht das volle Potenzial des M1-iPads ausschöpfen.

Das Problem ist als Erstes Nutzern der Mal-App Procreate aufgefallen: Im Forum hatte sich ein Besitzer des neuen iPad Pro 2021 beklagt, dass seine von einem alten Gerät importierten Dateien plötzlich weniger Ebenen auf seinem iPad Pro der dritten Generation hatten. Dazu waren sie offenbar für den Export auf das neue iPad zu groß. Dieser Fehler führte zu Diskussionen mit den Procreate-Entwicklern, in denen sich gleich zwei Probleme offenbarten: Apple hatte das neue iPad Pro mit M1-Prozessor im Vorfeld vor allem großen und kleinen Youtuber gegeben, nicht aber Entwicklern von Profi-Apps , die das Tablet in der Kreativen-Szene beliebt machten. Das führte dazu, dass der Entwickler von Procreate, Savage, keine Zeit hatte, die neuen Tablets vorab in die Liste der unterstützten Geräte seiner App aufzunehmen. Und die App begrenzt die RAM-Nutzung bei unerkannten Geräte automatisch auf 2 GB RAM, damit die Dateien nicht beschädigt werden.

Just heute hat Procreate deshalb ein Update der App (5.1.8) hochgeladen, das zumindest diese Beschränkung aufheben soll.

Ein weiteres Problem bleibt jedoch bestehen – das iPadOS begrenzt die Nutzung des internen Arbeitsspeichers auf 5,1 GB (via " Macrumors "). Das war noch vor zwei Wochen kein Problem, hatten die iPads mit A-Prozessoren doch nur maximal 6 GB RAM eingebaut. Mit den neuen M1-Modellen mit 8 und 16 GB RAM ist die Begrenzung veraltet, sie wirkt sich aber dennoch weiter aus. Der Entwickler einer anderen Mal-App, Artstudio Pro, hat diese Begrenzung mit Stresstests unter iPadOS ausgetestet.

Das Problem wird Apple anscheinend erst mit iPadOS 15 beheben können, denn auch unter iPadOS 14.7, das bereits getestet wird, bleibt die Beschränkung auf rund 5 GB RAM bestehen. Selbst wenn Apple die 5-GB-Grenze mit iPadOS 15 nach oben verschiebt, werden die Endnutzer erst im Herbst davon profitieren können, sobald die finalen Versionen und darauf angepasste Apps ausrollen. Das neue iPad Pro muss so noch ein halbes Jahr ein Riese in den Kinderschuhen bleiben: Das Potential wäre da, es gibt aber keine passenden Mittel, es auszuschöpfen.

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