2623200

Twitter: Warum Entwickler auf M1-Max-Macs umsteigen

08.11.2021 | 15:00 Uhr | Halyna Kubiv

Das war schnell – nach nicht mal drei Wochen seit der Vorstellung verkündet Twitter, bei der Entwicklung auf M1-Max-Macs zu setzen.

Dass Macs zunehmend beliebter in einigen Business-Branchen werden, ist keine Neuigkeit mehr. Schließlich bietet der Hersteller selbst zahlreiche Tools zur Verwaltung von großen Mengen an Macs, zudem gibt es mehrere Anbieter wie Jamf, die zusätzliche Funktionen mit eigener Software den Firmen-Admins zur Verfügung stellen. 

Nun gibt Twitter in Person seines Software-Administrators John Szumski bekannt, dass die eigenen iOS- und Android-Entwickler auf die maximal aufgerüstete Konfiguration des Macbooks Pro mit dem M1-Max-Prozessor umsteigen werden. Der Umstieg von Intel-Macs, die derzeit bei Twitter im Einsatz sind, ist durch die Spitzenleistung der neuen Rechner zu erklären, sowie durch das Heruntertakten der Intel-Rechner unter Volllast bei gesteigerten Temperaturen, das sogenannte Thermal Throttling. 

Aber warum ausgerechnet die Max-Variante der neuen Chips? Szumski begründet diese Wahl mit dem High-Power-Modus des macOS Monterey, der nur auf den Max-Rechnern von Apple verfügbar ist. Im neuen Modus laufen die Lüfter im Mac schneller als beim automatischen Modus , die zusätzliche Abkühlung erlaubt höhere Leistung bei rechenintensiven Aufgaben. Dazu kann man die Max-Variante des M1-Rechners mit bis zu 32 Kernen in der Grafikkarte aufrüsten, bei der Pro-Variante des Chips ist bei 16 Kernen Schluss. 

Die M1-Max-Macbooks Pro sind sicherlich keine billige Anschaffung, die preisgünstigste Konfiguration startet mit 3.209 Euro mit 10-Kern-CPU, 24-Kern-GPU, 32 GB an Arbeitsspeicher und mit dem minimalen Speicherplatz von 512 GB in einem Macbook Pro 14 Zoll. Bei der Maximalausstattung mit 32-Kern GPU und 64 GB Arbeitsspeicher kostet das Macbook Pro 16 Zoll gleich mal 4.309 Euro, den Speicher haben wir bei einem Terabyte belassen, man muss nicht gleich übertreiben. 

Dass jedoch den großen Software-Firmen die neuen Rechner ihr Geld wert sind, beweisen einige Benchmarks speziell aus dem Programmierer-Bereich. Bei Xcode-Builds und Tests waren die M1-Pro und M1-Max-Rechner knapp um die Hälfte schneller als die Intel-Macs bei Builds und bei den Xcode-Tests knapp um ein Drittel . Bei diesen Tests wurde jedoch die Grafikkarte nicht beansprucht, diese schlägt sich ebenfalls nicht schlecht und liefert eine Performance wie eine 7000-Euro-teure Grafikkarte im aktuellen Mac Pro

Macwelt Marktplatz

2623200