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UK will Streaming-Dienste wie Apple TV+ oder Netflix regulieren

03.05.2022 | 09:24 Uhr | Thomas Hartmann

Streaming-Plattformen sollen nach den neuen Plänen der britischen Regierung erstmals wie herkömmliche, ”lineare” Fernsehsender reguliert werden.

Dieses Vorhaben der britischen Regierung ergibt sich aus den Ausführungen in einem Weißbuch, das in dieser Woche veröffentlicht wurde, wie unter anderem Deadline berichtet . Demnach werde die britische Regulierungsbehörde Ofcom, die derzeit die Inhalte des Netzfernsehens überwacht, für die Anwendung und Durchsetzung der Richtlinien auf Netflix, Disney+ und anderen Streaming-Anbietern zuständig sein, die derzeit nicht dem Broadcasting Code unterliegen. Dies betrifft auch Apple TV+.

Die Änderungen würden von Video-on-Demand-Diensten verlangen, dass sie ihr Publikum vor schädlichem oder anstößigem Material schützen und die Grundsätze der Fairness, der Genauigkeit und des Datenschutzes einhalten müssten. Dies kommt im Paket mit möglichen Sanktionen. Es werden im Weißbuch mögliche Bußgelder für Verstöße gegen den Kodex von 250 000 britischen Pfund oder bis zu 5 Prozent der Einnahmen des Unternehmens, je nachdem, welcher Betrag höher ist, genannt.

Laut dem Artikel hat bereits Netflix auf den Vorschlag reagiert und erklärt, dass es die Maßnahmen zur Aktualisierung des Rechtsrahmens ”begrüßt”. Demnach freut man sich darauf, die anderen Vorschläge des Weißbuchs zu prüfen und weiterhin mit der Regierung von Großbritannien über deren Pläne zu sprechen.

Betroffen von der Neuregelung ist auch Channel 4, der sich noch im Regierungsbesitz befindet und werbefinanziert sendet. Trotz aller Kritik will Kultusministerin Nadine Dorries daran festhalten, den Sender zu verkaufen, um ihn zu modernisieren und das eingenommene Geld wiederum in die Fernsehproduktion zu investieren.

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