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UMTS-Abdeckung zu Hause und unterwegs

28.04.2007 | 09:00 Uhr

UMTS-Abdeckung zu Hause und unterwegs

UMTS-Netz zu Hause: Wer mit dem Gedanken spielt, UMTS als Ersatz für DSL zu nutzen, sollte die Abdeckung auf der Website von Vodafone prüfen. HDSPA-Verfügbarkeit (rot) nennt Vodafone hier UMTS-Broadband, UMTS-Standard ist grün eingefärbt.
Vergrößern UMTS-Netz zu Hause: Wer mit dem Gedanken spielt, UMTS als Ersatz für DSL zu nutzen, sollte die Abdeckung auf der Website von Vodafone prüfen. HDSPA-Verfügbarkeit (rot) nennt Vodafone hier UMTS-Broadband, UMTS-Standard ist grün eingefärbt.

Vodafone bietet die Easybox E220 im Businessbereich unter dem etwas verwirrenden Namen Zuhause Easybox an. Liest man die Erläuterungen etwas genauer, wird jedoch klar, dass die Lösung natürlich genauso gut auch für Reisende mit Macbook geeignet ist. Auch bei einigen Tarifmodellen für die UMTS-Nutzung taucht das Wort Zuhause gelegentlich auf, die Benutzung unterwegs ist auch in diesem Fall möglich, allerdings mit Mehrkosten verbunden.

Vodafone bietet für Interessierte auf seiner Website zwei Informationsseiten, auf denen sich prüfen lässt, welche UMTS-Geschwindigkeiten zu Hause beziehungsweise unterwegs zurzeit verfügbar sind. Hier sollte vor Vertragsabschluss eine Prüfung erfolgen.

UMTS statt DSL

UMTS unterwegs: Will man UMTS zu Hause und unterwegs nutzen, lohnt eine Prüfung der GSM- (blau), UMTS- (rot) und HDSPA-Netzabdeckung (grün). Vodafone bietet UMTS Broadband (HDSPA) momentan nur in Ballungsgebieten an.
Vergrößern UMTS unterwegs: Will man UMTS zu Hause und unterwegs nutzen, lohnt eine Prüfung der GSM- (blau), UMTS- (rot) und HDSPA-Netzabdeckung (grün). Vodafone bietet UMTS Broadband (HDSPA) momentan nur in Ballungsgebieten an.

Mit HDSPA bietet UMTS heute bereits eine Anbindung mit einer Bandbreite von 3,6 MBit/s, etwa vergleichbar mit einem DSL-Anschluss mit 4 MBit/s. Der kommende Ausbau auf 7,2 MBit/s lässt UMTS zur Konkurrenz für DSL werden.

Allerdings ist HDSPA mit 3,6 MBit/s erst in wenigen Ballungsräumen verfügbar, die noch schnellere Variante noch gar nicht erhältlich. Wer damit liebäugelt, UMTS statt DSL zu nutzen, sollte zunächst sicherstellen, dass am Wohnort HDSPA ver­fügbar ist. Ansonsten steht mit Standard-UMTS eine maximale Bandbreite von 384 Ki­lo­bit pro Sekunde zur Verfügung, einem Drittel eines kleinen DSL-Anschlusses.

Obwohl Vodafone beim Ausbau des UMTS-Netzes führend in Deutschland ist, gibt es noch Gegenden, in denen UMTS gar nicht angeboten wird. In einem solchen Fall findet sich der Nutzer in einer Online-Umgebung mit GPRS-Verbindung, eine von alten Analogmodems her bekannte Geschwindigkeit.

Auch wer das UMTS-Modem viel unterwegs nutzt, wird nur so richtig Freude haben, wenn er unterwegs zumindest auf 384 KBit/s Zugriff hat. Auch hier bietet die Vodafone-Website Auskunft.

Kosten und Tarife

Vodafone bietet mit den Tarifen Webconnect Volume und Time zwei unterschiedliche Abrechnungsmodelle. Bei Webconnect Volume wird nach der übertragenen Datenmenge abgerechnet, die Online-Zeit spielt keine Rolle. Das Modell Time stellt die Online-Zeit in Rechnung, dabei ist die in der Zeit übertragene Datenmenge nicht relevant. Je nach Nutzung gilt es hier, das richtige Modell zu wählen. Ein Fotograf etwa, der nur gelegentlich ein paar große Bilder zum Server des Auftraggebers übertragen will, ist mit dem Modell Time gut bedient, ein Geschäftsmann, der ständig Mails checken und versenden muss, sollte zum Volume-Tarif greifen.

Wie auch bei Internet-Zugängen über DSL werden die einzelnen Zeit- und Volumentarife sicher in Zukunft zugunsten von Flat-Angeboten verschwinden. Mit der so genannten Fair-Flatrate bietet Vodafone übrigens im Volume-Tarif ein Modell, bei dem das übertragene Datenvolumen bis zu 5 Gigabyte eingeschlossen ist. Auch für Dauersurfer sollte das mehr als ausreichend sein. Die Fair-Flatrate kostet 42,50 Euro pro Monat, wer HDSPA nutzen will, muss seit Februar 2007 noch einmal zusätzlich etwa 10 Euro berappen, Letzteres gilt übrigens für alle Tarife.

Je nach gewähltem Tarif wird die Easy­box E220 rabattiert abgegeben, Nutzer des Tarifs Fair-Flat zum Beispiel zahlen lediglich 1 Euro. Ohne Vertrag kostet das UMTS-Modem 300 Euro.

Die Easybox lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland einsetzen. Dank der Unterstützung von UMTS, HDSPA und EDGE ist das internationale Angebot breit gefächert. Hier ist jedoch etwas Vorsicht geboten. Wie vom Handy her bekannt sind die Roaming-Kosten für die Übertragung über ein fremdes Netz oft recht happig und sollten nur genutzt werden, wenn unbedingt nötig. Im Ausland empfiehlt sich meist die Nutzung eines Hotspots für eine WLAN-Verbindung. Auch die Kosten für kommerzielle Hotspots liegen meist deutlich unter denen für UMTS-Verbindungen in fernen Ländern.

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