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UMTS unterwegs

28.04.2007 | 09:00 Uhr

UMTS unterwegs

Bei unserem ersten UMTS-Test vor etwa zwei Jahren war die UMTS-Verbindung unterwegs noch durch zahlreiche große Funklöcher gekennzeichnet. Das hat sich gewaltig geändert. Wir haben zum Test die ICE-Strecken zwischen Hamburg und München sowie zwischen Frankfurt und Hamburg genutzt. Mit wenigen Ausnahmen hatten wir ständig eine Verbindung ins Internet via UMTS.

Je nach vorliegender Netzabdeckung wechselt die Software dabei automatisch und ohne Zutun des Benutzers zwischen HDSPA, UMTS und GPRS. Der Benutzer merkt die Unterschiede dabei höchstens beim Aufruf einer Website, das geht mal schneller, mal langsamer.

Auch wenn auf einem kurzen Stück Wegstrecke oder bei extrem hohen Geschwindigkeiten das Signal einmal kurzfristig abbricht, ist das kein Problem. Zwischendurch eine kleine Kaffeepause schadet nie, meistens ist danach wieder automatisch eine Verbindung über die Easybox E220 aufgenommen.

UMTS im Ausland

Dank der breit gefächerten Protokollunterstützung lässt sich die Easybox am Mac auch im Ausland nutzen. Die Liste der unterstützten Länder ist lang. Auch die Einstellungen für den Betrieb im Ausland übernimmt das Programm Vodafone Mobile Connect beim Start selbsttätig.

Das Programm erkennt automatisch eine so genannte „Roaming Situation“. Dabei wird keine direkte Verbindung zum heimatlichen Vodafone-Netzwerk aufgebaut, sondern zu einem Partnernetz in dem Land, in dem Sie sich gerade befinden. Das Hauptfenster zeigt dann zwei neue Optionen: Unter „Verbindungseinstellungen“ sollte der Betreiber des heimatlichen Netzes, also Vodafone Deutschland, erscheinen. Das Feld „Aktives Netzwerk“ sollte dann den Netzbetreiber anzeigen, in den die Karte im Ausland zurzeit eingebucht ist, des Vodafone-Partnernetzes also. Der Benutzer hat hier die Option, über „Manuelle Netzwerkauswahl“ einen anderen Roaming-Partner zu wählen.

TIPP: Für manche Netzwerkbetreiber müssen Sie im Programmfenster die Option „Nur HDSPA/UMTS“ auswählen, denn hier funktioniert die automatsche Suche nicht.

Während die Preise zur UMTS-Nutzung im eigenen Lande inzwischen moderat sind, kann das Roaming derbe Löcher in die Kasse reißen. Hier kommen für ein paar Downloads schnell 20 Euro zusätzlich zusammen.

UMTS und VoIP

Verständlicherweise wirbt auch Vodafone nicht damit, VoIP über Flat-UMTS-Datenverbindungen zu nutzen. Dennoch ist die Nutzung zumindest bis Mitte 2007 bei Vodafones Webconnect-Tarifen möglich, sowohl über SIP-basierte Dienste als auch über Skype. Laut Vodafone-Pressesprecherin Tanja Dahmen will das Unternehmen VoIP auch weiterhin erlauben, die Situation jedoch beobachten. In unserem Test war die Verbindung über UMTS/HDSPA ohne Probleme möglich, die Qualität für kurze Telefonate brauchbar. Unterwegs im ICE sollte man von VoIP ob wechselnder Bandbreiten jedoch Abstand nehmen. Es wäre zu wünschen, dass Vodafone die optionale VoIP-Nutzung nicht ab Mitte 2007 technisch unterbindet.

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